Veranstaltungen

24. Oktober 2012 , 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee

Programm:

Geschichte und Gegenwart begegnen sich: Wo einst Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR und (Spät)Aussiedler aufgenommen wurden, leben seit Dezember 2010 Flüchtlinge und Asylbewerber aus aller Welt. Sie sind nach Deutschland gekommen, um Schutz vor Verfolgung, Krieg oder Diskriminierung zu suchen; im Übergangswohnheim an der Marienfelder Allee warten sie auf die Entscheidung über ihren Asylantrag.
Um ihre Geschichten zu dokumentieren und politische Hintergründe aufzuzeigen, ergänzt die Erinnerungsstätte ihre ständige Ausstellung temporär um ein aktuelles Kapitel: In Form einer vierteiligen Reihe werden wechselnde Exponate mit einer besonderen lebensgeschichtlichen Bedeutung sowie Filmporträts präsentiert. Sie erzählen exemplarisch von den Erfahrungen verschiedener Flüchtlinge im Heimatland, ihrem Berliner Alltag und ihren Zukunftshoffnungen.
Das erste dieser Porträts ist der Familie Gedaev aus Tschetschenien gewidmet. Usman Gedaev und Luisa Muslimova wohnen mit ihren vier Kindern seit dem 11. Oktober 2011 im Übergangswohnheim; ihr Asylantrag wurde abgelehnt, so dass sie binnen Kurzem Deutschland wieder verlassen müssen. Im zweimonatigen Wechsel werden anschließend die Geschichten der Familie Tello aus Syrien, der Familie Ghodoussi aus Afghanistan und von Herrn Barakizadeh aus dem Iran dokumentiert.
In Kooperation mit dem Internationalen Bund
Der Eintritt ist frei.

Ort:

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80 12277 Berlin

Veranstalter:

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde