Veranstaltungen

27. Oktober 2013 , 14:00 Uhr
Ausstellungseröffnung 1 permanent

Neue Dauerausstellung zur Geschichte der „Inspektion der Konzentrationslager“

Programm:

Pressevorbesichtigung am Freitag, 25. Oktober 2013, 11 Uhr

 

 

Im Gebäude der ehemaligen „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL) in Oranienburg eröffnet die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Sonntag, 27. Oktober 2013, um 14 Uhr eine neue Dauerausstellung zur Geschichte der Zentrale des nationalsozialistischen Terrors in den Konzentrationslagern. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird die brandenburgische Kulturministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst zu den Anwesenden sprechen.

 

Am Freitag, 25. Oktober 2013, um 11 Uhr findet eine Vorbesichtigung der Ausstellung für Pressevertreter statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Treffpunkt ist der große Sitzungssaal im ehemaligen Gebäude der IKL (Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg, 1. OG, am Ende des rechten Gebäudeflügels). Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung würden wir uns sehr freuen. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter seferens@stiftung-bg.de oder telefonisch unter 03301 810920.

 

Im Frühjahr 1934 unterstellten die Nationalsozialisten alle KZ einer neu geschaffenen Dienststelle der SS: der „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL). Im Auftrag des „Reichsführers SS“ Heinrich Himmler bauten die beiden Inspekteure, Theodor Eicke (1934-1939) und Richard Glücks (1939-1945), das System der KZ weiter aus. Insgesamt verwaltete die IKL  32 Hauptlager mit über 1.000 Nebenlagern. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges unterstanden auch alle Totenkopfwachverbände dem Inspekteur. Seit August 1938 residierte die IKL in dem neu errichteten „T-Gebäude“ im SS-Komplex Oranienburg-Sachsenhausen.

 

Etwa 100 SS-Männer entschieden hier über Ernährung, Bekleidung und Unterbringung der Häftlinge, über Transporte in andere Lager und Todesmärsche, über Bestrafungen und Hinrichtungen, über Zwangsarbeit, medizinische Experimente und Massenmorde. Mehr als eine Millionen Juden sowie Roma und Sinti ermordete die SS in den Lagern Auschwitz und Maidanek. Nur ganz wenige SS-Männer wurden nach 1945 wegen ihrer Arbeit in der IKL bestraft. Einige verübten Selbstmord, andere wurden wegen Verbrechen an anderen Orten verurteilt.

 

Die neue Ausstellung, die sich im Foyer, im Treppenhaus und im ehemaligen Dienstzimmer des KZ-Inspekteurs befindet, veranschaulicht insbesondere die realen Auswirkungen, die die Entscheidungen der Schreibtischtäter für die Häftlinge in den Konzentrationslagern zur Folge hatten. Gezeigt werden mehr als 500 Exponate, darunter Dokumente, Fotos, Zeichnungen und Objekte.

 

 

Sonntag, 27. Oktober 2013, 14 Uhr

Die Zentrale des KZ-Terrors

Die Inspektion der Konzentrationslager 1934-1945. Eine Ausstellung am historischen Ort

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg

Öffnungszeiten: Mo - Fr 8-18 Uhr, Sa/So 12-16 Uhr

 

 

Information: www.stiftung-bg.de

Ort:

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg

Veranstalter: