Veranstaltungen

10. Juni 2021 , 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Fortbildung

Online-Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und II

Programm:

Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion
und das Schicksal der sowjetischen
Kriegsgefangenen 1941-1945

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion. Der von langer Hand vorbereitete Vernichtungskrieg hatte das Ziel, "Lebensraum" zu erobern und mit dem "jüdisch-bolsche-wistischen" System den ideologischen Hauptfeind des Nationalsozialismus auszuschalten. Die besetzten sowjetischen Gebiete wurden ausgeplündert, etwa 2,5 Millionen dort lebende Juden ermordet. Insgesamt kamen etwa 15,2 Millionen sowjetische Zivilisten im Zweiten Weltkrieg ums Leben.

Zu den sogenannten Vergessenen Opfern des Nationalsozialismus zählen jene zwischen 5,2 und 5,7 Millionen Soldaten der Roten Armee, die in deutsche Gefangenschaft gerieten, bis zu 3,3 Millionen von ihnen überlebten diese nicht.

In einem einführenden Vortrag rückt der Historiker Jörg Osterloh die Vorbereitungen des Kriegsgefangenenwesens der Wehrmacht auf den Krieg und das Schicksal jener etwa 1,4 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die in das Deutsche Reich transportiert wurden, in den Mittelpunkt. In einer anschließenden Workshop-Phase erfolgt die Beschäftigung mit ausgewählten Quellen und es wird Frage diskutiert, wie diese Quellen in die eigene schulische oder außerschulische Bildungsarbeit integriert werden können.

Die Veranstaltung findet auf der Plattform Zoom statt und ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie unter der Angebotsnummer 02102256 akkreditiert.

Referent:
Dr. Jörg Osterloh (Fritz Bauer Institut)

Anmeldeschluss:
Donnerstag 3. Juni 2021

Anmeldung an:
Nathalie Schüler
n.schueler@fritz-bauer-institut.de

Veranstaltungsflyer (pdf-Datei)

Ort:

Online

Veranstalter:

Fritz Bauer Institut