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30. Januar 2018 , 19:00 Uhr
Diskussion

Podiumsdiskussion: Felix Lipski: Eine Kindheit im Minsker Ghetto

Programm:

Moderation Dr. Ursula Reuter

Felix Lipski, 1938 in Minsk geboren, musste von 1941 bis 1943 mit seiner Mutter im Ghetto von Minsk leben. Aus seinen Erinnerungen berichtet er über die Enge im Ghetto, das ständige Hungergefühl, die Angst vor Pogromen und die Aktivitäten der Untergrundorganisation, in der seine Mutter eine wichtige Rolle spielte. Im Sommer 1943 flüchteten Mutter und Sohn aus dem Ghetto zu den Partisanen – bis zur Befreiung durch die Rote Armee lebten sie in einem Familienlager in den Wäldern.

Felix Lipskis grausame Erinnerungen an die Kriegsjahre veranlassten ihn, sich mit der Geschichte des Minsker Ghettos intensiv zu beschäftigen. Lange Zeit wurden Ghettohäftlinge in der Sowjetunion nicht anerkannt, erst mit Beginn der Perestroika konnten sie offen über ihr Schicksal sprechen. 1991 war Felix Lipski Mitbegründer und erster Vorsitzender des „Weißrussischen Verbandes der ehemaligen jüdischen Häftlinge der nationalsozialistischen Ghettos und KZ“. Seit Mitte der 1990er-Jahre lebt er in Deutschland.

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Ursula Reuter | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Ort:

Veranstalter: