Veranstaltungen

3. Dezember 2013 , 18:30 Uhr
Vortrag Diskussion

Radikaler Pazifist und konsequenter Sozialdemokrat - Vortrag über Gerhart Seger in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Programm:

Vor 80 Jahren, im Dezember 1933, gelang dem ehemaligen SPD-Reichstagsabgeordneten Gerhart Seger die Flucht aus dem KZ Oranienburg. Durch sein 1934 in Prag erschienenes Buch „Oranienburg. Erster authentischer Bericht eines aus dem Konzentrationslager Geflüchteten“ wurde das Wort „Oranienburg“ zum Synonym für den Terror des sich etablierenden NS-Regimes. Gerhart Seger steht im Mittelpunkt einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Reinhard Sagner, die am Dienstag, 3. Dezember 2013, um 18.30 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen stattfinden wird. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Gerhart Seger (1896-1967), von 1930 bis 1933 Mitglied der SPD-Fraktion im Reichstag, wurde im März 1933 verhaftet und im Juni in das KZ Oranienburg eingeliefert. Nach seiner Flucht im Dezember emigrierte er zunächst nach Prag und 1935 in die USA, wo er ein gefragter Vortragsredner war. Für sein Lebenswerk erhielt er 1960 das Bundesverdienstkreuz. In der DDR wurde er aus der antifaschistischen Erinnerung ausgegrenzt, da er den Kommunismus konsequent ablehnte.

 

Der Referent des Abends, Reinhard Sagner, Jahrgang 1949, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seiner Heimatstadt Dessau, wo Gerhart Seger bis 1933 als Redakteur und Politiker tätig war. Aus der intensiven Beschäftigung mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Dessauer SPD sind bisher zwei Buchpublikationen hervorgegangen.

 

Dienstag, 3. Dezember 2013, um 18.30 Uhr

Gerhart Seger - radikaler Pazifist und konsequenter Sozialdemokrat

Vortrag und Diskussion mit Reinhard Sagner

Moderation: Monika Knop, wiss. Mitarbeiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Besucherinformationszentrum

Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

 

Information: www.stiftung-bg.de

Ort:

Veranstalter: