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27. April 2021 , 18:00 Uhr
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Rassismuskritische Bildungsarbeit mit der Polizei – Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen

Programm:

In Auseinandersetzungen zum Themenkomplex Rassismus und Polizei wird immer wieder die Forderung erhoben, mit Angeboten politscher Bildung zur Sensibilisierung der Beamt_innen und des Polizeiapparats insgesamt beizutragen.

Zu wenig Beachtung findet in solchen Debatten bis heute der Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus, obwohl die Polizei bei seiner Entstehung und fortwährenden Reproduktion eine bedeutende Rolle spielte und bis heute spielt.

Verbände von Sinti und Roma arbeiten deshalb schon seit längerer Zeit mit Einrichtungen der polizeilichen Aus- und Weiterbildung zusammen. Neben der Sensibilisierung für die historische Rolle der Polizei und antiziganistische Praktiken in der Gegenwart ist dabei die Frage nach Antiziganismus als Tatmotiv bei Hassverbrechen ein wichtiges Thema, da hier große Defizite bestehen. Allzu oft jedoch bleibt es in diesem Bereich allerdings bei punktuellen Kooperationen, eine nachhaltige Verankerungen des Themenkomplexes gestaltet sich schwierig.

Vor diesem Hintergrund stellt sich aus zivilgesellschaftlicher Perspektive ganz allgemein die Frage nach den Rahmenbedingungen und der Wirksamkeit der Bildungsarbeit mit Einrichtungen der Polizei. Welcher Stellenwert wird der politischen Bildung speziell mit rassismuskritischem Schwerpunkt innerhalb der Polizei beigemessen? Unter welchen Voraussetzungen findet sie statt? Welche Erwartungen an diese Form der Bildungsarbeit sind gerechtfertigt, wo liegen die Grenzen?

Über diese Fragen wollen wir im Rahmen unserer Online-Veranstaltung mit Professor Dr. Rafael Behr ins Gespräch kommen.

 

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Ort:

Online

Veranstalter:

Bildungsforum gegen Antiziganismus