Veranstaltungen

26. Mai 2019 , 15:00 Uhr
Führung

Religiöse Erinnerungsorte in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Programm:

Beginn an der Todesangst-Christi-Kapelle in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Dachau, 1933 als eines der ersten  Konzentrationslager eingerichtet, ist bis heute ein Synonym für den menschenverachtenden NS-Unterdrückungsapparat, „ein Bezirk, dessen Boden uns durch die Sohlen brennt, auch wenn wir ihn nie betreten haben“ (Ulrich Conrads). Ausgehend von den Erfahrungen der im KZ Dachau inhaftierten Geistlichen gab es bereits kurz nach der Befreiung Planungen, das Dachauer Lagerareal durch Kreuzzeichen und Kirchenbauten christlich zu prägen. Zwischen 1960 und 1967, im Kontext der Errichtung der KZ-Gedenkstätte, entstanden an einem „Ort der Meditation“ die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, die jüdische Gedenkstätte und die evangelische Versöhnungskirche. Ergänzt wurden diese durch das Karmelitinnenkloster Heilig Blut sowie später durch die russisch-orthodoxe Christi-Auferstehungs-Gedächtniskapelle. Die religiösen Erinnerungsorte im ehemaligen Lager Dachau künden vom gesellschaftlichen Neuaufbruch und vom aufrechten Willen zum Gedenken. Der Rundgang stellt Geschichte und Symbolik der religiösen Bauten vor.

Kooperation: Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte, Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Russisch-Orthodoxe Auferstehungsgemeinde

Ort:

Veranstalter: