Veranstaltungen

5. März 2020 , 18:30 Uhr
Lesung

„Rettet wenigstens die Kinder“

Programm:

Pressemitteilung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz:

Nach der Pogromnacht: "Rettet wenigstens die Kinder"

Lesung aus "Rettet wenigstens die Kinder" mit Angelika Rieber am Donnerstag, 5. März 2020 um 18.30 Uhr in Mainz / Der Eintritt ist kostenlos

Zur Lesung mit Angelika Rieber aus ihrem Buch "Rettet wenigstens die Kinder" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz mit dem Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz am Donnerstag, 5. März 2020 um 18.30 Uhr, nach Mainz ein.

Im Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz (Flachsmarktstraße 36) beleuchtet Angelika Rieber die Rettung von jüdischen Kindern während der NS-Zeit. Die Lesung beginnt mit Ausschnitten aus Videos der Shoa-Foundation zu den Mainzerinnen Charlotte Bodenheim geb. Bondi und Lotte Kramer geb. Wertheimer, die mit Kindertransporten nach Belgien bzw. England verschickt wurden.

Zum Buch "Rettet wenigstens die Kinder"

9. November 1938: SA-Horden und ein entmenschter Pöbel plündern und zerstören Hunderte von Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in Nazi-Deutschland. Es kam zu Ausschreitungen gegen jüdische Bürger. Wie viele Menschen während und infolgedessen ums Leben gekommen sind, ist bis heute nicht genau bekannt. Es waren aber mehrere Hundert. Nach dem Schock des 9./10. November gingen Initiativen vor allem von jüdischen Hilfsorganisationen in mehreren Ländern aus, die ihre Regierungen dazu brachten, den Kindern die Einreise zu gestatten, wobei Hilfsorganisationen oder Privatleute für den Unterhalt der Kinder bürgen mussten.

20 Lebensgeschichten der Kinder und drei Biographien von Rettern sind im Buch, darunter die Biographie von Herta Mayer aus Harxheim. Sie machte ihr Abitur in Mainz und trat als junge Frau eine Stelle als Lehrerin an der jüdischen Bezirksschule in Bad Nauheim an. In dieser Funktion konnte sie vielen Kindern helfen, aus Deutschland zu fliehen.

Auch Ruth Barnetts Geschichte ist mit Mainz verbunden. Als Ruth Michaelis kam sie Anfang Februar 1939 mit einem "Kindertransport" nach England. Sie war damals erst drei Jahre alt. Die schmerzvolle Geschichte ihrer Familie diente Ursula Krechel als Vorlage für den Roman "Landgericht".

Die Autorin Angelika Rieber

wuchs in Kronberg auf. Sie studierte an der Universität Frankfurt Geschichte, Politik und Pädagogik und war bis 2012 als Lehrerin und Fortbildnerin tätig. Seit Ende der 70er Jahre baute sie das Zeitzeugen-Projekt "Jüdisches Leben in Frankfurt" auf. Heute ist sie Vorsitzende des gleichnamigen Vereins.

Ort:

Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz

Veranstalter: