Veranstaltungen

3. November 2016
Vortrag

Save the Date: Geschichte vor Gericht

Programm:

PRESSEMITTEILUNG

Save the Date: Geschichte vor Gericht (Start 3.11.2016)

„Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld zu Gast in Wuppertal

Die Begegnungsstätte Alte Synagoge erinnert mit prominenten Referenten

an den 75. Jahrestag der „Nürnberger Prozesse“

Vor dem Landgericht Detmold ist im Juni das Urteil gegen einen ehemaligen SS-Wachmann im Vernichtungslager Auschwitz gesprochen worden. Begonnen hat die juristische Ahndung von nationalsozialistischen Gewaltverbrechen vor 75 Jahren – mit dem Urteil von Nürnberg am 1. Oktober 1946 gegen 24 Angehörige der NS-Führungsspitze, u.a. Hermann Göring, Rudolf Heß und Albert Speer. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge organisiert aus diesem Anlass eine Veranstaltungsreihe im Herbst 2016 mit Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Filmvorführungen. Kooperationspartner sind die Bergische VHS, das Katholische Bildungswerk und Arbeit & Leben Berg-Mark. Die Reihe wird von der Landeszentrale für politische Bildung NRW gefördert.

Die Begegnungsstätte hat prominente Experten und Zeitzeugen für die von ihr konzipierte Veranstaltungsreihe gewinnen können. Den Eröffnungsvortrag am 3. November bestreitet Prof. Dr. Norbert Frei (Jena), einer der renommiertesten deutschen Zeithistoriker. Zugesagt hat auch Oberstaatsanwalt Andreas Brendel, Leiter der „Zentralstelle“ für die Bearbeitung von NS-Massenverbrechen in NRW. Brendel war Anklagevertreter im Detmolder Auschwitz-Prozess. „Besonders freuen wir uns, dass auch Beate Klarsfeld nach Wuppertal kommen will“, so Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte. Die in Paris lebende „Nazi-Jägerin“ wird über ihre 2015 gemeinsam mit ihrem Ehemann Serge Klarsfeld veröffentlichte Autobiografie sprechen. Bekannt wurde die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes durch ihre spektakuläre Ohrfeige, die sie 1968 dem früheren Bundeskanzler und einstigem NS-Propagandisten Kiesinger verpasste. Große Verdienste erwarben sich die Klarsfelds durch ihr unermüdliches Aufspüren von NS-Tätern.

Im Mittelpunkt der Reihe „GESCHICHTE VOR GERICHT“ stehen NS-Prozesse und die in diesen Verfahren angeklagten NS-Täter. Einige von ihnen stammten aus Wuppertal und haben nach dem Krieg Karriere gemacht. Die Veranstalter fragen, wie Politik und Gesellschaft auf die NS-Prozesse reagiert haben, ob die Strafermittler bei ihrer Arbeit unterstützt oder eher behindert worden sind und welche Rolle NS-Prozesse einer kritischen Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft spielten.

Vor Beginn der Veranstaltungsreihe wird ein gedrucktes Programm veröffentlicht. Alle Termine und Informationen zu den Veranstaltungen und zu den Referenten gibt es demnächst auch im Internet www.alte-synagoge-wuppertal.de.

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