Veranstaltungen

20. Februar 2014 , 19:00 Uhr
Vortrag

Schützt höhere Bildung vor Rassismus und Antisemitismus?

Programm:

Vorstellung einer Studie und Podiumsdiskussion
Einer häufigen Annahme zufolge finden sich Vorurteile und rassistische bzw. antisemitische Einstellungen vornehmlich in den weniger gebildeten Gesellschaftsschichten. Doch stimmt dies tatsächlich? Wie verbreitet ist ausgrenzendes Denken im akademischen Milieu? Vorgestellt und diskutiert werden die Ergebnisse einer empirischen Studie, die Ansichten zu Vorurteilen und Gewaltakzeptanz gegenüber Minderheiten mit einem Fokus auf antimuslimische und antisemitische Haltungen bei Studierenden an Universitäten in Deutschland und Kanada untersucht hat.


Es diskutieren die Autoren der Studie:
Prof. Dr. Wassilis Kassis ist seit 2008 Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität
Osnabrück. Er erforscht quantitativ-empirisch die genderspezifische Gewaltentwicklung und menschenfeindliche Einstellungen wie Ausländerfeindlichkeit, antimuslimische Einstellungen und Antisemitismus.
Prof. Dr. Charlotte Schallié ist Assistenzprofessorin für Germanistik an der University of Victoria
in British Columbia, Kanada. Schwerpunkte ihrer Forschung sind u.a. deutsch-jüdische Literatur nach 1945, Diaspora-Studien und Holocaust Education.
Weitere Podiumsgäste:
Prof. Dr. Iman Attia ist Professorin für Diversity Studies/Rassismus und Migration an der Alice
Salomon Hochschule, Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Orientalismus und antimuslimischer Kulturrassismus sowie historisch-politische Bildung.
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und Direktorin des Zentrums für
Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Sie forscht u.a. zur deutsch-jüdischen Geschichte und Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.
Prof. Dr. Andreas Zick Sozialpsychologe, leitet seit 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt-
und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Vorurteile und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa.
Moderation: Yasemin Shooman, Leiterin Akademieprogramme Migration und Diversität


 
Saal in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin (auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Museums)


EINTRITT        frei
KARTEN        Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Ort:

Saal in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin (auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Museums)

Veranstalter: