Veranstaltungen

18. Mai 2013 , 11:00 Uhr - 17:00 Uhr
Tagung / Seminar / Workshop

Sexuelle Gewalt während des Zweiten Weltkriegs

Programm:

Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg hatte viele Gesichter: Häufig spielte sie bei militärischen Eroberungen eine Rolle. So übten beispielsweise deutsche Soldaten während des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion regelhaft sexuelle Gewalt aus, das japanische Militär versklavte über 200.000 Frauen in »Comfort Stations«. Auch in nationalsozialistischen Konzentrationslagern gab es Formen sexueller Gewalt, durch Übergriffe von Wachpersonal auf Häftlinge, aber auch innerhalb der Häftlingsgesellschaft.

In den großen Männerkonzentrationslagern richtete die SS Lagerbordelle ein, in denen weibliche KZ-Häftlinge sexuell ausgebeutet wurden. Im Rahmen des Workshops setzen wir uns mit der Verflechtung von Krieg, Sexualität und Gewalt auseinander und zeigen die Folgen für die Betroffenen auf.

 

Programm

 

Gaby Zipfel (Hamburg)

Einführung

 

Regina Mühlhäuser (Hamburg)

An allen Fronten

Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg

 

Nataly Han (Berlin)

Von der Ohnmacht zur Ohr-Macht

Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen

 

Mittagspause

 

Ulrike Jensen/Karin Heddinga (Hamburg)

Sexuelle Gewalt in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern

 

Abschlussdiskussion

 

 

Nataly Han ist Mitarbeiterin im Korea-Verband, Koreanistin und Dolmetscherin. Sie hat sich intensiv mit der Situation der »Comfort Women« (»Trostfrauen«) in Korea beschäftigt.

 

Karin Heddinga ist Diplompädagogin und freie Gedenkstättenpädagogin.

Sie arbeitet als Therapeutin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, analytische Kinder- und Jugendtherapeutin i. A.

 

Ulrike Jensen ist Historikerin und Gedenkstättenpädagogin.

Sie arbeitet im Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

 

Regina Mühlhäuser, Historikerin, ist Ansprechpartnerin der AG »Krieg und Geschlecht« am Hamburger Institut für Sozialforschung sowie der Internationalen Forschungsgruppe »Sexual Violence in Armed Conflict«.

 

Gaby Zipfel ist Initiatorin und Ansprechpartnerin der AG

»Krieg und Geschlecht« am Hamburger Institut für Sozialforschung sowie der Internationalen Forschungsgruppe »Sexual Violence in Armed Conflict«.

 

Der Workshop ist kostenfrei.

 

Anmeldung erforderlich bis 13. Mai 2013

bei: Ulrike Jensen, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 519

Email: ulrike.jensen@kb.hamburg.de

Anfahrtskizze: http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/index.php?id=465

Ort:

Veranstalter:

KZ-Gedenkstätte Neuengamme und AG »Krieg und Geschlecht« am Hamburger Institut für Sozialforschung