Veranstaltungen

28. Februar 2013 , 19:30 Uhr
Vortrag

Spurensuche in Riga - Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen vor 70 Jahren

Programm:

Referenten: Georg Möllers und Jürgen Pohl (Recklinghausen)

Die systematische Deportation von Juden aus Deutschland in den Osten begann bereits im Herbst 1941. Im Januar/Februar 1942 wurden die im Vest Recklinghausen noch verbliebenen Juden, die unter unmenschlichen Bedingungen in sogenannten Judenhäusern auf engstem Raum zusammenleben mussten, ins Rigaer Ghetto deportiert. Viele waren beteiligt: Gestapo, Polizei, Arbeitsamt, Finanzamt, Wohnungsamt, Sparkassen und Banken, die Reichsbahn, Nutznießer der Wohnungen und des Eigentums der jüdischen Bürger. Weit weg von der westfälischen Heimat verlieren sich die Spuren fast aller ehemaligen jüdischen Nachbarn nach Zwangsarbeit, Erschöpfungstod, Erschießungen und Deportation in Arbeits- und Vernichtungslager.

Georg Möllers war Lehrer für Geschichte und Deutsch sowie Fachleiter und leitet seit 2005 das Bildungsdezernat der Stadt Recklinghausen. Jürgen Pohl leitet die Volkshochschule Recklinghausen. Beide veröffentlichten im Januar 2013 ein Buch mit dem Titel „Abgemeldet nach ‚unbekannt‘ 1942. Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga“

– in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dorsten –

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €

Ort:

Jüdisches Museum Westfalen

Veranstalter:

Jüdisches Museum Westfalen