Veranstaltungen

10. November 2015 , 17:30 Uhr
Gedenkveranstaltung Ausstellungseröffnung Ausstellung Vortrag

Straftat „Rassenschande"

Programm:

Straftat „Rassenschande“ - Die Gedenkstätte Sachsenhausen erinnert an das Schicksal der nach den „Nürnberger Rassegesetzen“ verurteilten KZ-Häftlinge

 

Die Gedenkstätte Sachsenhausen erinnert am Dienstag, 10. November 2015, um 17.30 Uhr mit einer Ausstellung und einem Vortrag an das Schicksal der nach den „Nürnberger Rassegesetzen“ verurteilten Häftlinge im KZ Sachsenhausen. Im Mittelpunkt einer Installation stehen die Lebensgeschichten von drei jüdischen Männern und einem nichtjüdischen Mann, die als „Rassenschänder“ in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Die Installation wird in der Baracke 38 im Eingangsbereich zur Dauerausstellung "Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen 1936-1945“ gezeigt. Nach der Besichtigung der Ausstellung wird Dr. Alexander Schmidt, Historiker im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg, über das Thema „Zur Genese und Bedeutung der Nürnberger Rassegesetze vom 15. September 1935“ sprechen.

 

Mit dem Vorwurf der "Rassenschande" wurde die jüdische Bevölkerung während des "Dritten Reichs" gezielt diffamiert, terrorisiert und in der Gesellschaft isoliert. Durch die im Jahr 1935, vor 80 Jahren, erlassenen "Nürnberger Gesetze" wurden sexuelle Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden zu einem Straftatbestand. Bis 1945 führte die Justiz mehr als 2.000 Strafverfahren durch. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurden viele Verurteilte in Konzentrationslager überstellt. Im KZ Sachsenhausen wurden mindestens 197 "Rasseschänder" registriert, knapp drei Viertel von ihnen starben dort innerhalb weniger Wochen. Die meisten fielen Gewaltexzessen der Lager-SS zum Opfer.

 

Zu der Veranstaltung laden wir alle Interessierten herzlich in die Gedenkstätte Sachsenhausen ein. Der Eintritt ist frei.

 

Dienstag, 10. November 2015, 17.30 Uhr

Straftat "Rassenschande". Das Schicksal der nach den "Nürnberger Rassegesetzen" verurteilten Häftlinge im KZ Sachsenhausen

 

17.30 Uhr, Museum „Baracke 38“

Eröffnung und Besichtigung der Installation „Straftat Rassenschande“

Begrüßung und Einführung

Dr. Astrid Ley, Stellv. Gedenkstättenleiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen

 

18.30 Uhr, Besucherinformationszentrum

Zur Genese und Bedeutung der Nürnberger Rassegesetze vom 15. September 1935

Vortrag und Diskussion mit Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Ort:

Veranstalter: