Veranstaltungen

15. November 2019 , 13:00 Uhr - 16. November 2019 - 13:30 Uhr
Tagung / Seminar / Workshop

Tagung „ „Verbotener Umgang - Zur Geschichte eines NS-Straftatbestandes“

Programm:

Wider das Vergessen: Als Freundlichkeit
und Liebe zum Tod führen konnten

Tagung " "Verbotener Umgang - Zur Geschichte eines NS-Straftatbestandes" am 15. November 2019 in Gedenkstätte SS-Sonderlager /KZ Hinzert

Am Freitag, 15. und Samstag, 16. November 2019 lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zur Tagung "Verbotener Umgang - Zur Geschichte eines NS-Straftatbestandes" in die Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert ein.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland stellen in vier Panels die historischen Entwicklungen im Krieg mit ihrer Vor- und Nachgeschichte dar.

Die Tagung ist eine Kooperation mit der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück, der Gedenkstätte Lindenstraße in Berlin und dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Berlin.

Zum Thema

Die Kriminalisierung von sozialen und intimen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen bzw. Zwangsarbeitern durch die nationalsozialistische Rassenpolitik während des Zweiten Weltkriegs führte zu unzähligen Unrechtsurteilen der NS-Justiz bis hin zur Todesstrafe.

Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale: "Über das sog. 'notwendige Maß' hinausgehende Kontakte aller Art, waren verboten. Ein schwammiger Begriff durch den sogar 'freundliche Blicke' oder das Zustecken von Lebensmitteln oftmals empfindliche Strafen für beide Seiten zur Folge hatten. Der "verbotene Umgang" war ein Massendelikt, 1940 kam es zu 4345 Verurteilungen; im ersten Halbjahr 1943 waren es schon 5763. Und praktisch immer stand eine Denunziation durch eine private Anzeige dahinter."

Der Einsatz ausländischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter und war Teil der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik unter Kriegsbedingungen. Die Kriminalisierung des sozialen Umgangs von Deutschen und sog. "Fremdvölkischen", der "verbotene Umgang", ist also Ausdruck einer rassistischen wie geschlechterspezifischen Ungleichheitsideologie. Für die Forschung ist er so über Definitionen von Zugehörigkeit, gesellschaftliche und politische Ausschlussmechanismen sowie Integrationsprozesse in einer längeren historischen Perspektive von Bedeutung.

Um eine Anmeldung bis zum 8. November wird gebeten.

Das vollständige Programm finden sie unter politische-bildung.rlp.de/fileadmin/user_upload/2019_HIN-Fachtagung_Verbotener_Umgang.pdf

Ort:

Veranstalter: