Veranstaltungen

11. April 2019 - 24. Juni 2019
Einzelveranstaltung

Veranstaltungen im Kreismuseum Wewelsburg

Programm:

07.03.2019 Do - 05.05.2019 So

 

Leben am Rande der keltischen und römischen Welt

 

Sonderausstellung zeigt neue archäologische Entdeckungen aus Scharmede

2016 führte die LWL-Archäologie für Westfalen eine Grabung in Salzkotten-Scharmede durch. Dabei wurden Funde gemacht, die Vieles über die frühe Besiedlung dieser Region vor rund 2000 Jahren und den Alltag der Menschen damals aussagen. So wurden keltische und römische Münzen benutzt, Orakelstäbchen aus der römischen Welt übernommen und Luxuswaren von dort importiert. Damit ergibt sich das Bild eines Siedlungsbereichs mit Höfen, die immer nur ein bis drei Generationen lang bestanden. Ihre Spuren werden in dieser Ausstellung präsentiert.

Eine Kooperation zwischen Kreismuseum und LWL Archäologie für Westfalen. Außenstelle Bielefeld (Hr. Spiong)

 

Im Sonderausstellungsraum, Zugang durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte


Der Eintritt ist frei.

 

Begleitprogramm:

 

11.04.2019 Do | 18.30 Uhr
Was bleibt: Archäologen auf den Spuren einer verlassenen Siedlung bei Scharmede
Öffentliche Führung (18.30 Uhr) durch die Sonderausstellung „Leben am Rande der keltischen und römischen Welt – Neue archäologische Entdeckungen aus Scharmede“ mit anschließenden Vortrag (19 Uhr) von Sven Spiong und David Petö

 

 

 

02.04.2019 Di | 18.00 Uhr

 

Gedenkfeier für die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des KZ Niederhagen

 

Mahnmal am Appellplatz des ehemaligen KZ Niederhagen, Ahornstraße

Veranstaltet wird die Gedenkfeier vom Verein „Gedenktag 2. April in Wewelsburg – Verein wider das Vergessen und für Demokratie e. V.“ und der Stadt Büren mit Unterstützung des Kreismuseums Wewelsburg. Anschließend wird zum Imbiss und Gedankenaustausch ins Kath. Pfarrheim, Alter Hof 12, in Wewelsburg geladen.

 

Hauptrednerin: Kirsten John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg
Gestaltung: Realschule Steinhagen
Musik: Lomir Tanzen

 

 

 

07.04.2019 So - 02.06.2019 So

 

„Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929

 

Die Ausstellung widmet sich nicht nur einem bekannten Sohn Ostwestfalens. Sie bietet auch einen Einblick in die Welt des Landjudentums des 19. Jahrhunderts im Paderborner Land.

Der jüdische Pädagoge und Dichter Jakob Loewenberg wurde in Niederntudorf geboren und entschied sich früh für eine Lehrerausbildung. Sein Weg führte ihn aus dem Paderborner Land bis nach Hamburg, wo er eine Schule für Mädchen leitete. Loewenbergs Kindheit im Paderborner Land spielte in seinen Schriften eine große Rolle. Darüber hinaus prägten ihn seine Erfahrungen mit dem Antisemitismus. Er war ein bekennender Nationalist, für den Deutschtum und Judentum Teil seiner Identität waren.

 

Im Burgsaal der Wewelsburg

 

Eintritt in die Sonderausstellung und für den Besuch des Historischen Museums:
Erwachsene 3 €, Kinder | Ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | Kostenlos mit Jahreskarte

 

Begleitprogramm:

 

25.04.2019 Do | 19.00 Uhr
Juden in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Arno Herzig im Burgsaal

 

05.05.2019 So | 14.00 Uhr
„Aus zwei Quellen“
Max Rohland liest aus den Werken Jakob Loewenbergs (1856-1929)

 

16.05.2019 Do | 19.00 Uhr
Katholischer Antisemitismus in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Olaf Blaschke im Burgsaal

 

23.05.2019 Do | 19.00 Uhr
«Jüdische Assimilation» in Literatur und Gesellschaftsdebatten um 1900
Vortrag von Dr. Anika Reichwald im Burgsaal

 

 

 

11.04.2019 Do | 18.30 Uhr

 

Was bleibt: Archäologen auf den Spuren einer verlassenen Siedlung bei Scharmede

 

Öffentliche Führung (18.30 Uhr) durch die Sonderausstellung „Leben am Rande der keltischen und römischen Welt – Neue archäologische Entdeckungen aus Scharmede“ mit anschließenden Vortrag (19 Uhr) von Sven Spiong und David Petö

 

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung über neue archäologische Entdeckungen aus Scharmede stellen die beiden Archäologen Sven Spiong und David Petö besondere Funde vor und nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die ersten nachchristlichen Jahrhunderte. Sie erklären die Spuren der Vergangenheit und ihre Bedeutung für das Leben in einem Einzelgehöft, in dem die Siedlerfamilien alle Dinge des täglichen Bedarfs selber herstellen mussten. Welchen Einfluss hatte ihr Kontakt mit der keltischen Zivilisation und dem Römischen Reich und wie gestaltete sich damals das Siedlungsbild in der östlichen Hellwegregion? Zuvor kann die Sonderausstellung besucht werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

 

14.04.2019 So | 15.00 Uhr

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

Dauer ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

 

 

 

 

25.04.2019 Do | 19.00 Uhr

 

Juden in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Arno Herzig im Burgsaal

 

Im Rahmen der Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929

 

Westfalen erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen dynamischen Wandel von einer vormodernen agrarisch geprägten Provinz zu einer führenden Industrieregion in Deutschland, eine Entwicklung, die auch für das westfälische Judentum nicht ohne Folgen blieb. Um 1800 lebten hier die meisten Juden auf dem Lande und ernährten sich weitgehend vom Vieh- oder Hausierhandel. Dennoch begann in dieser Hälfte des 19. Jahrhunderts der soziale Aufstieg zahlreicher jüdischer Händler zu städtischen Geschäftsleuten, Textilhändlern und Bankbesitzern.

Prof. Dr. Arno Herzig ist einer der anerkanntesten Historiker für das westfälische Judentum im 19. Jahrhundert. Seine Arbeit legte den Grundstein für die Auseinandersetzung mit dem Judentum in Westfalen.

 

Der Eintritt ist frei

 

 

 

28.04.2019 So | 15.00 Uhr

 

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

 

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

Dauer ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

05.05.2019 So | 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

 

Bürener Wandertag 2019

 

Öffentliche Führungen: 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr im Historischen Museum und um 13 Uhr in der Gedenkstätte

 

Öffentliche Führung im Historische Museum des Hochstifts Paderborn (11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr)
"Die Wewelsburg von 1609 – Eine bauhistorische Spurensuche"

Viel Neues zum einzigartigen Renaissancebauwerk „in Form eines Triangels in einer wahrlich sehenswerten und prachtvollen Gestalt“ werden die Gäste an diesem Nachmittag erleben.
Das Schloss hoch über dem Almetal war ein Sinnbild für Macht und Glanz des Fürstbischofs Dietrich von Fürstenberg. Die Bauten, die unter ihm Anfang des 17. Jahrhunderts vollendet wurden, bilden eine regionale Baugruppe, deren Dekoration auch als „typische Paderborner Form“ bezeichnet wird.
Mit etwas Phantasie gelingt es sicher noch heute, die ursprüngliche Gestalt und Nutzung als Nebenresidenz des Fürstbischofs wiederzuentdecken. Vom kühlen Burgverlies bis zu „Ihro Gnaden Abtritt“ hoch über der Burggräfte werden auf anschauliche Weise die alten bauhistorischen Spuren wieder freigelegt.

 

Öffentliche Führung durch Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 — 1945 (13 Uhr)
„Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

 

Der Eintritt ins Historische Museum des Hochstifts Paderborn und die Teilnahme an den Rundgängen sind kostenlos.

 

 

 

05.05.2019 So | 14.00 Uhr

 

„Aus zwei Quellen“

 

Max Rohland liest aus den Werken Jakob Loewenbergs (1856–1929)

 

Der Dichter und Pädagoge Jakob Loewenberg wurde 1856 in Niederntudorf geboren. Von 1886 bis zu seinem Tode 1929 lebte und arbeitete er als Lehrer, Schulleiter und angesehenes Mitglied des städtischen Bildungsbürgertums in Hamburg. In seinen literarischen Texten spiegelt sich seine Auseinandersetzung mit seiner Identität als Deutscher und als Jude vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Debatten um jüdische Assimilation und rassistischen Antisemitismus. Der Paderborner Schauspieler und Rezitator Max Rohland stellt ausgewählte Passagen daraus vor.

 

Eintritt: 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte
Kartenreservierung unter 02955 7622-0

 

 

 

09.05.2019 Do - 30.06.2019 So

 

„Lebensbrüche“. Schicksale verfolgter Menschen des Paderborner Landes 1933 – 1945.

 

Die Ausstellung geht auf die gleichnamige Buchveröffentlichung zurück, die vom Kreistag Paderborn beim Kreismuseum Wewelsburg in Auftrag gegeben wurde. Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung am Freitag, 10. Mai, 17 Uhr

Die Verfolgung aus rassistischen, religiösen oder politischen Gründen griff zwischen 1933 und 1945 auf einen großen Teil des europäischen Kontinents über. Von dem sich zuspitzenden Terror blieb auch die deutsche Provinz nicht verschont.

In der Ausstellung werden in zehn Lebensgeschichten die Schicksalswege von Menschen des Paderborner Landes nachgezeichnet, die aus den unterschiedlichsten Gründen in die Verfolgungsmaschinerie des NS-Staates gerieten. Anhand der Schicksale werden Strukturen des NS-Terrors sichtbar, die die Gesellschaft auch in dieser vorwiegend ländlich geprägten Region durchzogen. Es zeigt sich auch, dass für die Überlebenden das Leid nicht mit dem Kriegsende aufhörte. Vielfach seelisch und körperlich gezeichnet, blieb die Erinnerung an das erlittene Unrecht. Und sie mussten hart um Entschädigungen und finanzielle Hilfen kämpfen.

 

Im Sonderausstellungsraum, Zugang durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte


Der Eintritt ist frei.

 

Freitag, 10. Mai, 17 Uhr

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung

 

 

 

 

 

 

12.05.2019 So | 15.00 Uhr

 

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

 

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

Dauer ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

16.05.2019 Do | 19.00 Uhr

 

Katholischer Antisemitismus in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Olaf Blaschke im Burgsaal

 

Im Rahmen der Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929

Eine gängige Erzählung betont gerne das friedliche Zusammenleben von deutschen Juden und Christen, auch in Paderborn. Tatsächlich wirkten im 19. Jahrhundert ausgerechnet am Paderborner Priesterseminar einflussreiche Judenfeinde, auch Bischof Konrad Martin (1812-1879). Wie war dieser “Antijudaismus” beschaffen, und ging er bereits in den modernen Antisemitismus über? In welchem religiösen und politischen Kontext entwickelte sich das Judenbild unter Katholiken Westfalens? Lassen sich Kontinuitätslinien des “doppelten Antisemitismus” beobachten?

Prof. Dr. Olaf Blaschke promovierte mit seiner Arbeit „Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich“ und legte damit eine wichtige Grundsatzarbeit über das katholisch-jüdische Verhältnis im 19. Jahrhundert vor.

 

Im Burgsaal


Der Eintritt ist frei

 

 

 

18.05.2019 Sa | 09.00 Uhr - 17.00 Uhr

 

Auf den Pfaden des Rechts im Paderborner Land

Bus-Exkursion nach Fürstenberg, Padberg und Wewelsburg

 

Das Paderborner Land besitzt eine Fülle spannender Stätten zur Rechtsgeschichte und Streitkultur früherer Jahrhunderte. Die Projektgruppe „Streitkulturen – Herren, Hexen und Halunken im Hochstift Paderborn“ will diese Orte und ihre Geschichte bekannter machen. Die Bus-Exkursion führt zu einer Auswahl dieser Sehenswürdigkeiten, zum Alten Patrimonialgericht in Fürstenberg sowie zur Synagoge in Padberg, und schließt mit einer Führung durch die Sonderausstellung „Aus zwei Quellen – zum Leben und Wirken von Jakob Loewenberg“ im Kreismuseum.

Start ist um 9 Uhr auf dem Besucherparkplatz des Kreismuseums Wewelsburg, unterwegs ist ein Mittagessen in Helminghausen eingeplant, Ende der Veranstaltung wird ca. 17 Uhr in Wewelsburg sein.

Die Teinahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten, zzgl. individuelle Kosten für das Mittagessen in der Gaststätte in Helminghausen.


Verbindliche Anmeldung bis zum 15. Mai unter 02955 7622-0

 

Eine Veranstaltung in Kooperation vom Förderverein Kreismuseum Wewelsburg e.V., Ring Padberg e.V. und Altes Patrimonialgericht Fürstenberg.

Hinweis:
- Geeignet für Familien und allgemein an der Regionalgeschichte Interessierte (ab 12 Jahren)
- Bitte festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung tragen
- Eine gewisse Fitness für einen kleinen Spaziergang unterwegs ist notwendig

 

 

 

23.05.2019 Do | 19.00 Uhr

 

«Jüdische Assimilation» in Literatur und Gesellschaftsdebatten um 1900

Vortrag von Dr. Anika Reichwald im Burgsaal

 

Im Rahmen der Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929

Assimilation galt im deutschsprachigen Europa des frühen 19. Jahrhunderts als Voraussetzung für die rechtliche Gleichstellung der jüdischen Minderheit. Doch auch nach jenen Gesetzgebungen, die den Juden im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn oder den Schweizer Kantonen den gesellschaftlichen Status als gleichgestellte Bürger zusprachen, griffen gesellschaftliche Debatten wie literarische Werke das sozio-kulturelle Phänomen «jüdische Assimilation» in den folgenden Jahrzehnen vermehrt auf.

Dr. Anika Reichwald (Jüdisches Museum Hohenems) verfolgt in ihrem Vortrag die Spuren von Integration und Ausgrenzung jüdischer und nicht-jüdischer Literatur mit dem Ziel, das zeitgenössische Verständnis von Assimilation herauszuarbeiten.

 

Der Eintritt ist frei

 

 

 

26.05.2019 So | 15.00 Uhr

 

Fußball im Nationalsozialismus - Öffentliche Themenführung

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

 

Fußball in Deutschland hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Schon in den 1920er Jahren wurden die Spiele zu einem Zuschauermagneten. Es gab eine große Vielfalt an Vereinen und Wettbewerben. Diese Tradition wurde mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 zerschlagen. Viele Sportvereine wurden verboten und Mitglieder und Fans ausgeschlossen. In den „gleichgeschalteten“ Vereinen sollte sich die „deutsche Volksgemeinschaft“ zeigen. Fußball musste sich der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus unterordnen. Die zwölf Jahre Nazi-Herrschaft haben die Kultur des Fußballs in Deutschland nachhaltig verändert.

Bei der Öffentlichen Führung steht der Fußball in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt. Wie haben sich die Vereine in der Zeit verhalten? Was ist mit den Fußballern passiert? Und wie spiegelt sich diese Zeit noch heute in der Verbandsstruktur und einzelnen Begriffen wider?

Dauer: ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

09.06.2019 So | 15.00 Uhr

 

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

 

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

Dauer ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

13.06.2019 Do | 19.00 Uhr

 

"Aufeinander angewiesen wie Mann und Weib". Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und England im 19. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. David Blackbourn (Vanderbilt University, Nashville / USA) im Burgsaal

 

Im Rahmen der Vortragsreihe „BRITISCHE BLICKE AUF DEUTSCHLAND IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT“

"Diese beiden Nationen sind auf einander angewiesen wie Mann und Weib". So schrieb 1883 der evangelische Pastor Otto Funcke aus Bremen. David Blackbourn beleuchtet in seinem Vortrag die Kulturbeziehungen und den kulturellen Austausch zwischen Großbritannien und Deutschland während des "langen 19. Jahrhunderts" (1789-1914). Von Literatur, Musik und Philosophie bis hin zu Sport und Architektur reicht die Spannweite der angesprochenen Aspekte. Was waren die Quellen für die wechselseitige Faszination und wo stieß sie an ihre Grenzen?

David Blackbourn ist Mitglied der British Academy und einer der führenden internationalen Experten für die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts.

 

Der Eintritt ist frei.

 

 

 

23.06.2019 So | 15.00 Uhr

 

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

 

Der Rundgang bietet einen ausführlichen und informativen Einblick in die ideologischen Grundlagen der Schutzstaffel (SS) der NSDAP und deren verbrecherische Konsequenzen.

Die Gedenkstättenpädagogen informieren sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS Aktivitäten. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS.

Dauer ca. 2 h
Teilnahmebeitrag: Erwachsene 3 € | ermäßigt 1,50 € | Familienkarte 6 € | kostenlos mit Jahreskarte

 

 

 

27.06.2019 Do | 19.00 Uhr

 

"Strange people in a strange, enemy country": Das britische Deutschlandbild 1945-1953

Vortrag von Sandra Franz (NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer, Krefeld) im Burgsaal

 

Im Rahmen der Vortragsreihe „BRITISCHE BLICKE AUF DEUTSCHLAND IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT“

Die britisch-deutschen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren einerseits geprägt durch die Erfahrungen von zwei Weltkriegen und den daraus resultierenden Feindbildern, andererseits durch die Realität einer zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bisher hat sich die Forschung vorrangig auf Militärgeschichte, politische Strategien und die Pläne für den Wideraufbau Deutschlands fokussiert. Diese Ansätze vernachlässigen den Blickwinkel der Personen im Zentrum der Besatzungszone: Britische Soldaten, die tagtäglich mit Deutschen konfrontiert waren. Der Hauptfokus des Vortrages liegt dabei auf dem vermittelte Deutschlandbild durch die britische Regierung und das Militär im Kontrast zu den Reaktionen der Soldaten, basierend u.a. auf den Unterlagen des Civil Affairs Staff Colleges, des Control Commission Colleges, Artikeln der “British Zone Review” und Egodokumenten britischer Soldaten.

Der transnationale Ansatz des Forschungsprojektes stellt dar, vergleicht und kontrastiert zwei Nationen in ihrem Versuch, sich nach den gewalttätigen Erfahrungen des Krieges neu zu definieren. Großbritanniens Verbindung zu und Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika führte zu Reibungen zwischen globalen Zielen im Hinblick auf den Kalten Krieg und Großbritanniens eigener Agenda und Identität. Ein zusätzlicher Reibungspunkt waren die Erfahrungen der Soldaten von zuvor germanophilen Familien. Sie waren nun konfrontiert mit Bildern und Eindrücken, die im krassen Gegensatz zu ihren familiären Narrativen standen. In diesem Spannungsfeld zwischen alten und neuen politischen Interessen auf der einen Seite und einem Feindbild auf der anderen Seite – was war der Standpunkt der Soldaten?
Welche Probleme waren dringender aus ihrem Blickwinkel: die Erfahrung mit dem vorherigen „3. Reich“ oder die Zukunft, in der Verbündete benötigt wurden? Wie berichteten Soldaten über ihre Erfahrungen in der Besatzungszone? Welches Level von Mitschuld wurde der deutschen Bevölkerung grundsätzlich zugesprochen? Gab es unter den Soldaten ein Gefühl der Benachteiligung angesichts der sich bessernden Lage im besetzten Deutschland, während sie gleichzeitig über wirtschaftliche- und Versorgungsprobleme in ihrem Heimatland lasen?

Sandra Franz ist Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer in Krefeld und promoviert an der Universität Düsseldorf zum Thema ihres Vortrags.

 

Der Eintritt ist frei.

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