Veranstaltungen

18. Oktober 2011 , 19:00 Uhr
Vortrag

Verfemte Musik im „Dritten Reich” I

Programm:

Die Musikpolitik des NS-Staates und ihre Konsequenzen

Vortrag: Dr. Albrecht Dümling
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstr. 8, 10963 Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Die NS-Diktatur verlieh der Musik den Rang einer "Staatskunst". Sie galt als Sprache der deutschen Seele, als Mittel der Volks- und Rassenerziehung. Angesichts des überstarken Glaubens an die Macht der Töne fühlten sich die Kulturpolitiker - nicht anders als die Herrscher in Platons Idealstaat - berufen, das deutsche Volk vor dem Falschen und Schädlichen zu schützen. Gegen solche "entartete" Musik wurde ein Aufführungsverbot verhängt. Ihre Schöpfer wurden daran gehindert, weiter im deutschen Musikleben zu wirken.

Albrecht Dümling, 1949 geboren, lebt als Musikwissenschaftler und –kritiker in Berlin. Nach dem Studium von Musik, Musikwissenschaft, Germanistik und Publizistik promovierte er bei Carl Dahlhaus mit einer Arbeit über Arnold Schönberg und Stefan George. Er ist Autor der auch ins Englische und Spanische übersetzten Ausstellung „Entartete Musik. Eine kommentierte Rekonstruktion“, die weltweit in über 50 Städte reiste.  Seit 1990 leitet Dümling den Förderverein musica reanimata, der sich für NS-verfolgte Komponisten und ihre Werke einsetzt. Für diese Aktivitäten wurde er 2007 mit dem Europäischen Kulturpreis KAIROS ausgezeichnet. Jüngste Buchveröffentlichung: „Die verschwundenen Musiker. Jüdische Flüchtlinge in Australien“ (Böhlau-Verlag 2011).

Andreas Nachama ist Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.

Einladung als PDF-Download

Link zu: Verfemte Musik im „Dritten Reich” II

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