Veranstaltungen

15. Oktober 2015 , 19:00 Uhr

„Vergessen ist ein schweres Wort.“

Programm:

Das Aktive Museum und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand laden im Rahmenprogramm der
Sonderausstellung „Verfahren. ‚Wiedergutmachung‘ im geteilten Berlin“ herzlich ein:


„Vergessen ist ein schweres Wort.“
Jutta Rosenkranz stellt Leben und Werk von Mascha Kaléko (1907-1975) vor
– mit Originaltonaufnahmen der Dichterin


Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand,
Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, Zweite Etage, Saal B
Bus M29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Bus 200, Haltestelle Hildebrandstraße Eintritt frei!


Einen Schwerpunkt bilden dabei die Texte, in denen sich Mascha Kaléko mit er Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat. Auszüge aus der jahrelangen Korrespondenz der Dichterin mit dem Entschädigungsamt dokumentieren die schwierige Situation der Emigranten gegenüber
den deutschen Behörden. Die jüdische Dichterin Mascha Kaléko (1907-1975) wurde Anfang der 1930er-Jahre mit ihren heiter-melancholischen Großstadtgedichten bekannt. 1933 erschien ihr „Lyrisches Stenogrammheft“,
das vier Jahre später auf der Liste des „unerwünschten Schrifttums“ der Nationalsozialisten stand.
Bereits 1935 erhielt die Autorin Schreibverbot. 1938 emigrierte sie mit Mann und Sohn nach New York. 1956 reiste Mascha Kaléko, die 1952 einen Antrag auf Wiedergutmachung gestellt hatte, erstmals wieder nach Deutschland. Ihr ambivalentes Wiedersehen mit der alten Heimat, die Auseinandersetzung
mit dem Nationalsozialismus und der jungen Bundesrepublik Deutschland spiegeln sich nicht nur in ihren weniger bekannten gesellschaftskritischen Gedichten, sondern auch in den Briefen der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyrikerin des 20. Jahrhunderts.
Jutta Rosenkranz, geboren in Berlin, studierte Germanistik und Romanistik. Sie veröffentlichte 2007 die erste umfassende Biographie über Mascha Kaléko und ist Kuratorin der ersten Mascha- Kaléko-Ausstellung, die sie 2007/2008 für das Literaturhaus Berlin konzipierte. 2012 erschien bei dtv die von ihr herausgegebene und kommentierte vierbändige Mascha-Kaléko- Gesamtausgabe (Werke und Briefe). Sie hat Gedichte, Prosa und literarische Essays veröffentlicht, zahlreiche Autoren- Porträts und Features für den Hörfunk geschrieben und ist Herausgeberin mehrerer Lyrik- Anthologien. 2014 publizierte sie bei Piper „Zeile für Zeile mein Paradies“. Bedeutende Schriftstellerinnen. 18 Porträts.

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