Veranstaltungen

16. März 2021 - 30. März 2021
Ausstellung

Vergessene Opfer der NS-Euthanasie- Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940 – 1945

Programm:

Gedenkhalle Oberhausen zeigt neue Wechselausstellung

Mindestens 600.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer der NS-Rassenideologie. 400.000 Männer und Frauen wurden zwangssterilisiert, viele starben an den Folgen des Eingriffs. Aufgrund von Behinderungen oder psychischen Erkrankungen galten sie den Nationalsozialisten als "lebensunwert". Unter den Opfern befanden sich auch mindestens 5.000 Kinder, welche im Rahmen der sogenannten "Kinder-Euthanasie" getötet wurden.

Die Ausstellung stellt die zunehmende Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen dar, die nach Kriegsbeginn 1939 zu einem systematischen Massenmord führte. Anhand

von Biographien der Opfer rekonstruiert die Ausstellung den Weg schlesischer Psychiatriepatienten nach Sachsen und ihre Ermordung im Rahmen verschiedener Tötungsaktionen.

Die Ausstellungstafeln sind in Deutsch und Polnisch verfasst. Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2021 zu sehen.

Die Gedenkhalle kann nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden. Besucher können per Telefon, E-Mail oder vor Ort einen Termin vereinbaren. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske und die Pflicht, sich in die bereitliegenden Listen einzutragen, um die Rückverfolgbarkeit durch das Gesundheitsamt sicherzustellen.

Die Gedenkhalle Oberhausen ist die älteste Gedenkstätte im Westen Deutschlands, die sich mit den Geschehnissen der Jahre 1933 bis 1945 befasst. Schon 1962 wurde hier eine erste Ausstellung eröffnet. 2010 wurde die Gedenkhalle von Grund auf modernisiert und mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet. Seitdem wird auf zeitgemäße Art und Weise, in erweitertem Umfang und großer Genauigkeit die Stadtgeschichte im Kontext der allgemeinen Geschehnisse dargestellt. Mit dem Thema "Zwangsarbeit im Ruhrgebiet" ist ein thematischer Schwerpunkt gesetzt, der über die Stadtgrenzen hinaus von paradigmatischer Bedeutung ist, da Zwangsarbeiter im gesamten Ruhrgebiet eingesetzt wurden.

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