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17. März 2016 , 19:00 Uhr
Buchpräsentation

Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“? - Deutschland in Europa nach 1945 / Buchvorstellung

Programm:

Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“? - Deutschland in Europa nach 1945 / Buchvorstellung

Im Jahre 1945 stand Deutschland geächtet vor den Trümmern seiner Politik. Rassischer Weltanschauungskrieg und systematische Vernichtung der europäischen Juden waren ein zivilisatorischer Bruch und belegten die Deutschen mit einer moralischen Schuld. Der neue Band mit 43 Beiträgen beleuchtet in einer breiten Gesamtschau, wie über symbolische Gesten, an Erinnerungs- und Gedenkorten, durch Organisationen und Institutionen, über Aktionsfelder und Handlungsformen Prozesse eingeleitet wurden, die zumeist zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren europäischen Nachbarn beitrugen. Dabei zeigen die Beiträge, dass Versöhnung nicht „besiegelt“ werden kann, sondern eine nie endende politische, soziale und kulturelle Arbeit darstellt.

Der Band wird vorgestellt von Prof. Dr. Andreas Wirsching (Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München) sowie von den Herausgebern Prof. Dr. Corine Defrance (SIRICE, Paris) und Prof. Dr. Ulrich Pfeil (Université de Lorraine, Metz). Dr. Björn Mensing (Dachau) trägt aus seinem Beitrag über die Anfänge der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau vor, Dr. Claudia Moisel (LMU München) aus ihrem Beitrag über die Erfahrungsgeschichte der „Wiedergutmachung“. - Kooperation: Institut français München, Kath. Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau mit Unterstützung durch das Bayerisch-Französische Hochschulzentrum.

Ort:

Institut français, Kaulbachstraße 13, München

Veranstalter: