Veranstaltungen

5. Dezember 2016 , 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
Lehrerfortbildung

Was wurde aus den Tätern von Hinzert?

Programm:

Zur Lehrkräftefortbildung "Was wurde aus den Tätern von Hinzert?" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Montag, 5. Dezember 2016 von 10.00 bis 16.00 Uhr in die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert ein. Schwerpunkt der Fortbildung ist die Frage, was aus den Tätern des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert wurde. Anhand von Prozessakten gegen den dritten Lagerkommandanten Paul Sporrenberg, verschiedene SS-Männer, sowie den Lagerkapo Eugen Wipf soll nachgezeichnet werden, ob und wie diese Täter strafrechtlich verfolgt wurden.

Zielgruppe der Fortbildung sind Lehrkräfte aller Schularten aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sowie Multiplikatoren/innen für historisch-politische Erwachsenenbildung. Die Fortbildung ist eine Kooperation der LpB mit dem Pädagogischen Landesinstitut Speyer. Die Teilnahme ist kostenlos!

Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht: Telefon 06586 - 99 22 939 oder per Email Steffen.Reinhard@gedenkstaette-hinzert-rlp.de.

 

Zum Thema
In der Fortbildung geht es u. a. um die Frage, wer alles zum Täterkreis gerechnet wird. Neben den SS-Männern im Lager waren auch andere Organisationen und Personen verstrickt, unter ihnen der Gauleiter Gustav Simon, das EKL in Luxemburg, die Gestapo in Trier, die Inspektion der Konzentrationslager und das Wirtschaft- und Verwaltungshauptamt der SS. Neben einem Überblick über die Prozesse gegen Hinzerter Täter wird aufgezeigt, ob und wie sie überhaupt bestraft worden sind und was aus ihnen nach Kriegsende wurde.

 

Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert

1939 errichteten die Nazis in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für "straffällige" Westwallarbeiter. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach der Unterstellung unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als "Durchgangslager" für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau. Am 3. März 1945 wurden die meisten überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und unterwegs schließlich in Oberhessen befreit. Mitte März 1945 befreite die US-Armee die letzten im Lager verbliebenen Häftlinge.

Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.

Ort:

Veranstalter:

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz