Veranstaltungen

1. Juni 2017 - 30. Juni 2017
Ausstellung

"Weißblüth"

Programm:

Judis Weißblüth (* 15. September 1939 in München; † 16. oder 17. März 1943 im Konzentrationslager Auschwitz) wohnte seit ihrer Geburt im Kinderheim der Israelitischen Jugendhilfe in Schwabing, Antonienstraße. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen lebte sie infolge der behördlichen Auflösung des Kinderheims ab 1942 im sogenannten Barackenlager, einem Sammellager in der Knorrstraße in München Milbertshofen, danach im Sammellager im Stadtbezirk Berg am Laim, Clemens-August-Straße. Am 13. März 1943 wurde Judis Weißblüth gemeinsam mit den verbliebenen Erzieherinnen nach Auschwitz-Birkenau deportiert und am 16. oder 17. März – im Alter von dreieinhalb Jahren – ermordet.

 

Bis zum heutigen Tag existiert in München keine Straße, die ihren Namen trägt. Hingegen ist nach Agnes Miegel nach wie vor eine Straße in München Bogenhausen benannt, ebenso wie in Dutzenden weiteren Städten und Orten Deutschlands. Die in Königsberg geborene Schriftstellerin und Balladendichterin Miegel unterzeichnete mit 87 weiteren SchriftstellerInnen 1933 das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ für Adolf Hitler, war Mitglied der NS-Frauenschaft, nahm Einladungen und Ehrungen der Hitlerjugend an und wurde 1940 NSDAP-Mitglied. Anstelle von Agnes Miegel sollte zumindest in München Bogenhausen künftig an Judis Weißblüth erinnert werden.

Weitere Informationen auf der Homepage.

Ort:

Galerie New Art Space | Judis-Weißblüth-Straße 43, 81927 München Bogenhausen

Veranstalter:

Memory Gaps