Veranstaltungen

27. März 2018 , 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Buchpräsentation

Wer waren die 999er? Strafsoldaten in Wehrmachtsuniform

Programm:

Vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg wurden über 8000 Juden, Sinti und Roma deportiert – über diesen Bahnhof fuhren aber auch so genannte Strafsoldaten ab. Viele waren politische Gegner der NS-Herrschaft und waren seit 1933 verfolgt, inhaftiert und misshandelt worden. Nach der schweren Niederlage der deutschen Truppen vor Moskau zwang man sie in das „Bewährungsbataillon 999“. Von 1942 bis 1944 wurden sie mit der Reichsbahn in mehreren Transporten vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg zum Ausbildungslager „Heuberg“ in Baden-Württemberg deportiert. Danach kamen sie zu den gefährlichsten Einsatzorten an der Front. Viele haben den Einsatz nicht überlebt.

Ursula Suhling, deren Vater im „Bewährungsbataillon 999“ umkam, konnte für ihr Buch die Namen von über 700 Hamburger Strafsoldaten ermitteln und erläutert die Bildung der Sondereinheiten der Deutschen Wehrmacht, insbesondere des „Bewährungsbataillons 999“. Der Abend wird moderiert von der Historikerin Dr. Kristina Vagt.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Willi-Bredel-Gesellschaft – Geschichtswerkstatt e.V.

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