Veranstaltungen

30. September 2013 , 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Tagung / Seminar / Workshop

Wider das Vergessen: Fachtagung: Zwangsarbeit im NS-System

Programm:

Millionen von Menschen wurden während des Zweiten Weltkriegs in das Deutsche Reich zur Zwangsarbeit verschleppt. Vor allem in Osteuropa wurden viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter mittels Razzien rekrutiert. Unter ihnen befanden sich viele Jugendliche und sogar Kinder. In der Behandlung der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter spiegelte sich auch das rassistische Gedankengut der NS-Ideologie wider, galten „Fremdarbeiter“ aus der Sowjetunion als Untermenschen, die in der Regel noch schlechter behandelt wurden, als ihre westeuropäischen Leidensgenossen.

In fast allen Städten und Gemeinden des heutigen Rheinland-Pfalz waren Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Industrie, den verschiedensten Bereichen der Landwirtschaft und Privathaushalten eingesetzt. Erst um das Jahr 2000 als eine Diskussion um die Entschädigung dieser Verfolgtengruppe begann, wurde eine breitere Öffentlichkeit auf das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aufmerksam.

In einem Vortrag sollen die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit von „Zivilarbeitern“ bis hin zu KZ-Häftlingen und die Funktionen, die die Zwangsarbeit während des  Nationalsozialismus erfüllte, dargestellt werden. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert spielte für diese Opfergruppe eine wichtige Rolle, denn bei „Verstößen“ der nahezu Entrechteten  konnte eine Einweisung nach Hinzert erfolgen. Ebenso soll die Fachtagung dazu dienen, einen Überblick zur Geschichte der Erforschung dieser Thematik zu geben. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Entschädigung sein, die erst mit der Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ im Jahre 2000 ernsthaft begann. 

Regionale Aspekte werden im zweiten Teil der Fachtagung im Vordergrund stehen. Es werden in verschiedenen Vorträgen Einblicke in die Materiallage verschiedenster Archive aufgezeigt. 

Des Weiteren  werden Einblicke in das umfangreiche Archivmaterial des International Tracing Service (IST) in Bad Arolsen gewährt, ebenso wie zu den Überlieferungen in den rheinland-pfälzischen Landesarchiven Koblenz und Speyer. Zuletzt wird aus der Datenbank „Ausländer in Trier“, des Stadtarchivs Trier, der Auszug der Personen mit Staatsangehörigkeit „Polen“ vorgestellt.

 

Anmeldungen bis zum 25. September über info@gedenkstaette-hinzert.de oder telefonisch unter 06586/ 99 24 93 oder per Fax 06586/ 99 24 94

Ort:

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