Veranstaltungen

4. Februar 2014 , 18:00 Uhr
Vortrag

Wider das Vergessen: Wie die deutsche Bürokratie den legalisierten Raub organisierte

Programm:

Vortrag "Der getarnte Raub. Zur Rolle von Bürokratie und Recht bei der Enteignung der Juden in Deutschland" mit Dr. Walter Rummel vom Landesarchiv Speyer am 4. Februar 2014 in KZ-Gedenkstätte Osthofen


Zum Vortrag "Der getarnte Raub. Zur Rolle von Bürokratie und Recht bei der Enteignung der Juden in Deutschland" laden die Landeszentrale für politische Bildung und das Landesarchiv Speyer am Dienstag, 4. Februar, 18 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Der Eintritt ist frei!

Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, analysiert und diskutiert die Rolle von Bürokratie und Recht bei der Enteignung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland ab 1933.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Legalisierter Raub" statt, die bis zum 5. Juni 2014, in der Gedenkstäte KZ Osthofen zu sehen ist.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. An Rosenmontag und Fastnachtsdienstag sowie Karfreitag und Ostersonntag ist sie geschlossen.

Zum Vortrag
Die Finanzamtsakten zur Enteignung der Juden vermitteln tiefe Einblicke in die bürokratischen Abläufe des "legalisierten" Raubes im Nazi-Staat. Sie verdeutlichen das Fehlen jeglicher rechtsstaatlicher Grundlagen und zeigen den tiefen Abgrund zwischen klassischem Verwaltungshandeln und der Enteignung der Juden, der den zuständigen Beamten auch bewusst werden konnte.

Mit bürokratischen Formen und Verfahren wollte man dem staatlich angeordneten Raub eine Scheinlegitimation verschaffen. So wurde der Anschein erweckt, dass sich alles in den gewohnten Formen von Recht und Gesetz vollzog. Diese Position wurde nach dem Krieg weithin von Beamten und Nutznießern zur eigenen Rechtfertigung vorgebracht.

Ort:

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