Veranstaltungen

2. April 2014 , 18:00 Uhr
Vortrag

Wieder gut gemacht? Beispiele aus Rheinhessen

Programm:

Vorträge "Wieder gut gemacht?" mit Dr. Katharina Stengel und Dr. Tillmann Krach am Mittwoch, 2. April 2014 in KZ-Gedenkstätte Osthofen / Eintritt frei


Zur Vortragsveranstaltung "Wieder gut gemacht?" mit Dr. Katharina Stengel, Kuratorin der Ausstellung "Legalisierter Raub", und Dr. Tillmann Krach, Forum Anwaltsgeschichte, laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, der Förderverein Projekt Osthofen e.V., das Fritz-Bauer-Institut und das Forum Anwaltsgeschichte e.V. am Mittwoch, 2. April 2014, um 18 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Der Eintritt ist frei!

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Legalisierter Raub" statt. Diese ist bis zum 5. Juni 2014, in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. An Karfreitag und Ostersonntag ist sie geschlossen.

Zur Veranstaltung
"Wiedergutmachung" nennt man den Versuch, nach dem Ende der Naziherrschaft den Millionen Menschen, die Schäden auszugleichen, die sie durch den nationalsozialistischen Terror erlitten hatten.

Der "arisierte" oder geraubte Besitz sollte zurückerstattet werden; die in ihrer Vielfalt kaum zu überblickenden Verluste und Leiden der Verfolgten sollten durch eine Entschädigung kompensiert werden. An konkreten Beispielen aus der Region wird verdeutlicht, was die wirtschaftliche Ausplünderung, berufliche Existenzvernichtung und die gesetzlich geregelte "Wiedergutmachung" im Einzelfall bedeuteten.

Für viele der Überlebenden war die "Wiedergutmachung" eine notwendige Voraussetzung, um sich ein neues Leben aufbauen zu können. Aber sie war für die Betroffenen von Anfang an auch geprägt durch zahlreiche Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten. Dazu gehörten der enge Kreis derer, die überhaupt Entschädigungen erhielten, die großen Beweisschwierigkeiten der Verfolgten und die sich oft jahrelang hinziehenden Verfahren. Die Rückerstattung "feststellbaren Besitzes", beispielsweise von Immobilien, kam auf Drängen der Alliierten zwar relativ rasch in Gang, war aber häufig mit erheblichen Konflikten zwischen alten und neuen Eigentümern verbunden. Und auch manche Finanzbeamte, die an der Enteignung der Juden beteiligt waren, waren als Fachleute wieder dabei.

Ort:

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