Aktuelles

30. September 2016

Bilder aus dem Ghetto

Der polnische Maler und Grafiker Zdzislaw Lachur (1920–2007) lebte während der deutschen Besatzung unmittelbar neben den Ghettos von Bedzin und Sosnowiec. Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zeigt in einer Sonderausstellung demnächst eine Auswahl seiner Ghettobilder. 

Neue Nordhäuser Zeitung
30. September 2016

Porträts für Babyn Jar gegen das Vergessen

Der deutsch-italienische Fotograf Luigi Toscano hat Menschen porträtiert, die unter dem Nazi-Regime litten. Die Fotos werden im ukrainischen Babyn Jar gezeigt, wo vor 75 Jahren Nationalsozialisten ein Massaker verübten. 

Deutsche Welle
30. September 2016

"Es gab auch Kollaborateure"

Deutschland und die Ukraine erinnern an die Opfer des Massakers von Babi Jar. Dem Historiker Jörg Baberowski geht das nicht weit genug: Auch Russland und Weißrussland müssten einbezogen werden. Von der Ukraine fordert er eine Aufarbeitung der Tatsache, dass es Kollaborateure gab. 

Deutschlandradio Kultur
30. September 2016

Wildkatzen und Militärmuseen

Hitlers "Westwall" war eine 630 Kilometer lange, kilometertiefe Bunker-Landschaft mit unterirdischen Stollen und Panzerhöckern. Vier Bundesländer teilen sich heute die Relikte − allenthalben wird über das sperrige Erbe und Geschichtsklitterung gestritten. 

Deutschlandradio Kultur
30. September 2016

Steinmeier will Thomas-Mann-Haus retten

Deutschland will nun doch die vom Abriss bedrohte Thomas-Mann-Villa in Kalifornien kaufen. Das kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Donnerstag im Bundestag an. Das geschichtsträchtige Haus steht für umgerechnet gut 13 Millionen Euro zum Verkauf und soll künftig voraussichtlich als Residenz für begabte Nachwuchskünstler genutzt werden. 

Der Tagesspiegel
30. September 2016

Lengeder ehren Opfer von Nazi-Justiz

Eine kleine Plakette erinnert vor der Gedenkstätte zum Grubenunglück in Lengede seit Donnerstag an ein trauriges Schicksal. Der Name Franz Zdyn steht auf dem Stolperstein, den der Künstler Gunter Demnig vor rund 50 Gästen verlegte. Im Winter 1944 verweigerte der Zwangsarbeiter Zdyn aus Glaubensgründen den Kriegsdienst. Die Nationalsozialisten richteten den Zeugen Jehovas dafür im Alter von 49 Jahren wenige Monate später hin. 

Peiner Nachrichten
30. September 2016

Verwandt mit einem Massenmörder

Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie im Geschichtsunterricht gefragt, ob sie mit „dem Himmler“ verwandt sei. Den dunklen Klang ihres Familiennamens empfand die Großnichte des „Reichsführers SS“ damals als bleischwere Belastung. Trotz Heirat hat sie ihn bis heute beibehalten. Die meisten Leute reagierten nicht verunsichert, wenn sie sich vorstellt, sagt Katrin Himmler. 

Echo
30. September 2016

"Wir machen uns unschuldiger als wir sind"

Damit ein Massaker wie Babi Jar sich niemals wiederholt, braucht es ein tieferes Verständnis vom Holocaust über Moral hinaus, sagt Timothy Snyder. Die größte Gefahr sieht der US-Forscher heute in der Zerstörung von Staaten. 

Spiegel Online
30. September 2016

"Haben Sie Hitler kennengelernt?"

Pavel Hoffmann nennt seine Rettung ein Wunder. Fast seine ganze jüdische Familie wurde ermordet. Er kam 1945 mit einem Schweizer Transport aus dem KZ Theresienstadt nach St. Gallen. Nun ist er in die Ostschweiz zurückgekehrt. 

Tagblatt
30. September 2016

Er ist wieder da

Er ist wieder da - auf diesen Gedanken konnten zumindest Anwohner am Leipziger Platz kommen, die am Montagmorgen gegen 4 Uhr von Goebbelsgeschrei aus den Betten gerissen wurden. "Wollt ihr den totalen Krieg" schrie die Stimme des NS-Propagandaministes über Lautsprecher in die Nacht. Dazu strahlte die Bewohner eine acht Meter große Hitlerbild-Projektion von der Fassade der "Mall of Berlin" entgegen. 20 Sekunden dauerte der Spuk, dann war wieder Ruhe.  

Der Tagesspiegel
29. September 2016

33.771 Hinrichtungen in 36 Stunden

Die Schlucht Babyn Jar bei Kiew war 1941 Schauplatz eines der größten Massaker an jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Vor 75 Jahren erschossen deutsche Besatzer hier mehr als 33.700 Menschen. Heute reist Bundespräsident Gauck zur Gedenkveranstaltung in die Ukraine. 

ZDF Heute
29. September 2016

75. Jahrestag von Babi Jar - "Ich war lebendig begraben"

Nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen im Juni 1941 in die Sowjetunion wird am 23. September Kiew besetzt. Keine Woche später erschießen die Einsatzgruppen unter dem Kommando von Paul Blobel zwei Tage lang am Stadtrand von Kiew über 33.000 ukrainische Juden. Auf ein Denkmal für die derart abgeschlachteten Opfer der Nazis musste die Nachwelt Jahrzehnte warten, was der russische Schriftsteller Jewgeni Jewtuschenko in einem Gedicht 20 Jahre nach dem Massaker beklagte.  

Deutschlandradio Kultur
29. September 2016

Wirbel um Ausstellung in Gedenkstätte Esterwegen

Entsetzt hat ein Leser auf den Veranstaltungshinweis des Landkreises Emsland auf seiner Internetseite zur Sonderausstellung „Das schönste Konzentrationslager Deutschlands“ in der Gedenkstätte Esterwegen reagiert. Obwohl es sich nach Angaben der Kreisverwaltung um eine Einzelbeschwerde handelt, hat sie daraufhin „nachgebessert, um Missverständnisse wie diese künftig zu vermeiden“, teilte Kreissprecherin Anja Rohde auf Nachfrage unserer Redaktion mit. 

Osnabrücker Zeitung
29. September 2016

Das passiert mit Hitlers Geburtshaus

Eine von der Wiener Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat sich auf Eckpunkte geeinigt, was aus dem Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau werden soll. Der Abschlussbericht der Kommission wird einen Abriss des Gebäudes ablehnen und stattdessen empfehlen, einen neuen Mieter für die Immobilie zu suchen. 

FOCUS ONLINE
29. September 2016

Babij Jar – das Grauen hat einen Namen

Der andere Holocaust. Eine Ausstellung in der Topographie des Terrors erinnert an die Massenerschießungen in Osteuropa von 1941 bis 1944. Der mörderische Charakter des NS-Regimes hatte viele Gesichter. Mit ihm verbindet sich vor allem anderen der Mord an sechs Millionen europäischer Juden, der Holocaust; aber auch die Euthanasie, die Tötung Geisteskranker und Schwacher, die Vernichtung der Sinti und Roma. Auschwitz-Birkenau, Treblinka oder Sobibor sind Orte, die für diese Verbrechen stehen. Es gab aber auch noch einen anderen Holocaust. Den durch Massenerschießungen in Osteuropa. 

Der Tagesspiegel
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63. Bundesweites Gedenkstättenseminar, Oranienburg / 22.–24. Juni 2017

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