Aktuelles

17. Mai 2013

Deutsch-Russisches Museum soll Gedenkstätte werden

In der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Lichtenberg hat die SPD-Fraktion am 16. Mai 2013 einen Antrag eingebracht, nach dem das Deutsch-Russische Museum in Lichtenberg eine Gedenkstätte werden soll.  

Berlin Online
17. Mai 2013

Leopold-Museum: Wenn alle es gut meinen

Wien. Manfred Bockelmann zeigt Kohleporträts von im Holocaust ermordeten Kindern. Eine späte Berufung. Eine schwierige Diskussion. 

Die Presse
17. Mai 2013

Die drei Schiffe in den Tod

Wien. Viele Länder Europas schlossen am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Um dem Nazi-Regime dennoch zu entkommen, versuchten viele Juden über die Donau in das britische Mandatsgebiet Palästina zu flüchten. Den meisten der mehr als 60.000 Österreichern, Deutschen und Tschechoslowaken gelang auch die Flucht. Drei Schiffen mit 1200 Passagieren wurde aber die Weiterfahrt an der serbisch-rumänischen Grenzstadt Kladovo verweigert. 

Wiener Zeitung
17. Mai 2013

"Warum starben die anderen und ich nicht?"

Am Ende trieb er allein im eiskalten Wasser: 1942 versenkte ein Sowjet-U-Boot die "Struma" im Schwarzen Meer. Fast 800 jüdische Flüchtlinge starben - ein einziger überlebte: David Stoliar. Bis heute plagt ihn deshalb ein schlechtes Gewissen. Nur ein Mal noch will der 90-Jährige über die Katastrophe sprechen.  

Spiegel
17. Mai 2013

Sportanlage und Ehrenpreis nach NSDAP-Mitglied benannt

Hermann Seiffart, ehemaliger Präsident des Hamburger Leichtathletikverbandes, trat nach neuen Erkenntnissen der Hitler-Partei schon im Jahr 1927 bei. 

Hamburger Abendblatt
17. Mai 2013

Ein Nazi darf nie ein Vorbild sein

Ob der Handelslehrer Hermann Seiffart ein Verbrecher, Mitläufer oder Opportunist war, wissen wir nicht. Sicher scheint nur, dass der langjährige Vorsitzende des Hamburger Leichtathletik-Verbandes (HLV) schon 1927, fünfeinhalb Jahre vor der Machtergreifung Hitlers, Mitglied der NSDAP wurde, das bei seiner Entnazifizierung zu verschweigen und später zu entschuldigen versuchte. Diese jetzt belegten Tatsachen sollten allerdings reichen, dem nach ihm benannten Gedächtnispreis des HLV und die Hermann-Seiffart-Sportanlage in Bahrenfeld sofort umzubenennen. 

Hamburger Abendblatt
17. Mai 2013

Zeitzeuge lädt Klagenfurter Schüler zu KZ-Besuch ein

Vor Kurzem besuchte Marko M. Feingold die Landeshauptstadt und erzählte seine bewegende Lebensgeschichte. Der 100-Jährige hat vier Konzentrationslager überlebt. Geblieben sind Erinnerungen, die er in dem Buch "Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh" niedergeschrieben hat. Davon beeindruckt zeigte sich Bürgermeister Christian Scheider, der sich bereits um einige Gedenkinitiativen wie Stolpersteine, Sanierung des jüdischen Friedhofes oder die Allee der Gerechten bemüht hat. 

Kleine Zeitung
17. Mai 2013

NSU-Prozess: Im Juni beginnen Vernehmungen

Nach der Antragsflut der ersten vier Prozesstage soll bei der nächsten Sitzung des NSU-Verfahrens am 4. Juni mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen werden. Das kündigte der Vorsitzende Richter des Münchner Oberlandesgerichts, Manfred Götzl, an. Zugleich entschied das Gericht, das Verfahren zu dem Kölner Nagelbombenanschlag doch nicht abzutrennen und getrennt zu verhandeln. 

Business-Panorama.de
17. Mai 2013

Neonazis beschmieren Kanzlei der Opfer-Anwälte mit Fäkalien

Seit in München der NSU-Prozess läuft, haben mutmaßlich Rechte verschiedene Einrichtungen in der Stadt attackiert. Das Gebäude einer Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, wurde mit Kot beschmiert. Mit ihren Aktionen wollen Rechtsextreme offenbar gezielt Nazi-Gegner einschüchtern. 

Focus
17. Mai 2013

Nazi-Demo: Händler sagen geschlossen Nein

Die Stadt Göppingen will alles versuchen, um den für den 12. Oktober angemeldeten Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Fünf Demonstrationen sollen an diesem Tag in der Innenstadt stattfinden. 

Südwest Presse
17. Mai 2013

Facebook nimmt NSU-Fanseite vom Netz

Das Internetportal Facebook hat am Donnerstagnachmittag nach einer Anfrage der Tageszeitung "junge Welt" eine NSU-Fanpage vom Netz genommen. Auf der Seite "Paulchen Panther - NSU is watching you" wurden seit Wochen die Morde der rechten Terrorgruppe glorifiziert, der Holocaust geleugnet und der Prozess in München ins Lächerliche gezogen, berichtet die "junge Welt" (Freitagausgabe). 

Extrem News
16. Mai 2013

"Leider müssen wir wieder und wieder erinnern"

Lese-Zeichen setzen gegen rechts": Unter diesem Motto haben am Mittwoch in Hamburg zahlreiche Menschen mit einer Marathonlesung an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren erinnert. "Leider müssen wir wieder und wieder an die Verbrechen der Nazis erinnern, weil nach der Bücherverbrennung auch Menschen verbrannt, erschlagen, erschossen und durch Zwangsarbeit umgebracht wurden", sagte die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano zur Eröffnung der Lesung am Ort der Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg-Eimsbüttel. Dort hatten am Abend des 15. Mai 1933 Studenten und Burschenschaften bei der "Aktion wider den undeutschen Geist" Bücher deutscher Schriftsteller und Autoren verbrannt. 

Die Welt
16. Mai 2013

In Mundart mit Nazis verhandelt

Den Gefangenen im Konzentrationslager Bergen-Belsen war sein Name ein Begriff: Josef Weiss. Als „Judenältester“ tat er alles, was ihm möglich war, um Leben zu retten. Wegen seines rheinischen Dialekts nannte man ihn nur Jupp. 

Kölnische Rundschau
16. Mai 2013

Historiker Hannes Heer: „Wir müssen den ganzen Wagner sehen“

Der Historiker Hannes Heer zieht eine durchgehend antisemitische Linie vom Komponisten Richard Wagner bis hin zum Nationalsozialismus.  

Südkurier
16. Mai 2013

Inhaftiert, gedemütigt, misshandelt, getötet

In der Zeit des Nationalsozialismus riskierten Liebende ihr Leben. Polnische Zwangsarbeiter konnten der Hinrichtung entgehen, wenn die Nazis sie als "eindeutschungsfähig" einstuften. Im SS-Sonderlager/KZ Hinzert haben Nachkommen vom Leid ihrer Eltern und dem eigenen berichtet. Erfahrungen wie ihre sind in ein Forschungsprojekt eingeflossen. Erste Ergebnisse wurden nun vorgestellt.  

Trierischer Volksfreund
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Programm und Anmeldung zum 59. bundesweiten Gedenkstättenseminar


Titel: Gedenkstätten und Neue Medien
Datum: 20.-22.6.
Ort: Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar

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