#WissenWasWar

Gedenkstätten, Dokumentationszentren, Lernorte und Erinnerungsinitiativen vermitteln Wissen über die Geschichte des Nationalsozialismus und sensibilisieren für Fragen der Gegenwart. Wir glauben, dass historisches Wissen und die vielfältige Arbeit der Erinnerungs- und Gedenkstättenlandschaft gerade in Zeiten von Desinformation, Verschwörungsmythen und Geschichtsverzerrungen weiterhin unabdingbare Bezugspunkte in den aktuellen Debatten bleiben.

Die gemeinsam von vielen in der Gedenkstätten- und Erinnerungslandschaft mit getragene Aktion #WissenWasWar betont die Vielfalt und Verbundenheit der kleinen ehrenamtlich organisierten Orte bis hin zu den großen staatlich geförderten Einrichtungen. In einer Social Media-Aktion soll die bedeutende Arbeit dieser Orte sichtbar gemacht werden.

 

Aufruf zum 27. Januar 2024

Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, gedenken wir traditionell allen Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen wurden. Diesen Gedenktag möchten wir 2024 unter dem Hashtag #WissenWasWar begleiten, die Verfolgten ehren und ihre Geschichten erzählen.

Dazu rufen wir die bundesweite Gedenk- und Erinnerungslandschaft auf, Biographien und Wissenswertes aus den jeweils eigenen Orten, Einrichtungen, Initiativen und Arbeitsgruppen zur NS-Vergangenheit in den sozialen Medien zu teilen.

 

Sichtbarkeit bis zum Frühjahr 2024

Wir laden zudem dazu ein, #WissenWasWar auch über den 27. Januar hinaus zu nutzen, um auf Veranstaltungen, pädagogische Angebote, Publikationen, Ausstellungseröffnungen, Objekte und weitere Lebensgeschichten aufmerksam zu machen. Bis zum Ende der Jahrestage der Befreiungen im Frühjahr, wollen wir damit ein deutliches Zeichen setzen, dass die Gedenk- und Erinnerungsarbeit tagtäglich an hunderten Orten in Deutschland Unterstützung und Sichtbarkeit verdient.

 

Implikationen des Vergangenen für die Fragen der Gegenwart

Wir glauben, dass historisches Wissen gerade in Zeiten von Desinformation, Verschwörungsmythen und Geschichtsverzerrungen an Bedeutung zunimmt und sind daher überzeugt: es ist wichtig zu #WissenWasWar –, auch um darüber nachdenken zu können, in welchem Verhältnis aktuelle Ereignisse zur Vergangenheit stehen.

Initiiert und koordiniert wird die Kampagne, wie schon in den vergangenen Jahren beim Aufruf #LichterGegenDunkelheit, von den Einrichtungen Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten und Stiftung Topographie des Terrors mit dem Gedenkstättenreferat.

Dank gilt der R211 - Agentur für Kommunikation für die Zusammenarbeit bei der Gestaltung und Erstellung der Materialien.

Q&A

An wen richtet sich der Aufruf?

#WissenWasWar richtet sich in erster Linie an Gedenkstätten, Dokumentationszentren, Lern- und Erinnerungsorte, Arbeitsgemeinschaften, -kreise und -gruppen, Initiativen und weitere Akteur:innen der Gedenkstättenlandschaft, die sich im Schwerpunkt mit der NS-Vergangenheit beschäftigen und über historische und erinnerungskulturelle Expertise verfügen.

 

Wie kann man mitmachen?

Beteiligte Einrichtungen posten im gesamten Aktionszeitraum auf ihren jeweils eigenen Social Media-Kanälen unter dem Hashtag #WissenWasWar und teilen Beiträge anderer Einrichtungen. Im Vorfeld des Gedenktags am 27. Januar liegt der Schwerpunkt auf den Biografien im Nationalsozialismus Verfolgter. Wissenswertes liegt meist ressourcenschonend in Form von Ausstellungsinhalten vor. Für die einfache Gestaltung der Postings liegen Vorlagen im Kampagnen-Design vor. Darüber hinaus können auch bereits vorgefertigte Postings übernommen und geteilt werden. Fertige und individualisierte Vorlagen sind hier abrufbar.

 

Was sind die Ziele von #WissenWasWar?

#WissenWasWar betont in einer gemeinsam getragenen Aktion die Expertise der bundesweiten Gedenk- und Erinnerungslandschaft und schafft Sichtbarkeit für die vielfältig und tagtäglich geleistete Arbeit an den vielen großen und kleinen Einrichtungen in Deutschland. Die Aktion will die Öffentlichkeit über die Breite an Aktivitäten an Lern- und Erinnerungsorte informieren und Menschen einladen, die verschiedenen Einrichtungen zu besuchen und sich mit den historischen Erkenntnissen vor Augen mit gegenwärtigen Fragen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

 

Wann bzw. in welchem Zeitraum findet #WissenWasWar statt?

Der Aktionszeitraum erstreckt sich von Mitte Januar bis Mitte Mai 2024. Der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist ein wichtiger Fixpunkt und Aufschlag für die Aktion. Beiträge im Vorfeld des Gedenktages befassen sich im Schwerpunkt mit Biografien von im Nationalsozialismus Verfolgten. Der Hashtag #WissenWasWar soll zudem über einen längeren Zeitraum – bis in den Frühjahr und den Jahrestagen der Befreiungen – weiter genutzt werden, um auf die tagtägliche Arbeit und Angebote aufmerksam zu machen: Veranstaltungen, pädagogische Angebote, Publikationen, Ausstellungseröffnungen, Objekte, weitere Lebensgeschichten etc.

 

Welche Inhalte werden unter #WissenWasWar gepostet?

Im Vorfeld und am 27. Januar liegt der Schwerpunkt auf dem Teilen von Biografien im Nationalsozialismus verfolgter Menschen. Idealerweise beinhaltet ein Post ein Porträt oder Bilder sowie weitere Informationen über die Lebensgeschichte der Person in der Beschreibung (caption).
Es dürfen und sollen zusätzlich auch Botschaften zum Gedenktag und der Kampagne in Form von z.T. vorgefertigten Typo-Postings geteilt werden.
Über den 27. Januar hinaus, bis zu den Jahrestagen der Befreiung im Frühjahr 2024, sind teilnehmende Einrichtungen eingeladen, individuelle und ortsspezifische Schwerpunkte zu setzen und – bspw. durch Teilen von Veranstaltungshinweisen, Ausstellungsobjekten oder weiteren Biographien – die Vielfältigkeit der tagtäglichen Gedenkstättenarbeit zu betonen.

 

Wer steht hinter der Aktion #WissenWasWar?

Die Einrichtungen Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten und Stiftung Topographie des Terrors mit dem Gedenkstättenreferat initiieren und koordinieren die Kampagne. Diese lebt jedoch von einem starken, gemeinsamen Auftreten zahlreicher Institutionen und Einzelpersonen der Gedenk- und Erinnerungslandschaft, die sich die Ziele und Aussagen von #WissenWasWar zu eigen machen.

 

Wie ist die Kampagne entstanden? / Zum Hintergrund von #WissenWasWar

In den vergangenen Jahren hatten die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, die Stiftung Topographie des Terrors und die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten zur Beteiligung an der Kampagne #LichterGegenDunkelheit um den jährlichen Gedenktag am 27. Januar aufgerufen.

Mit in besonderer Weise illuminierten Gebäuden konnte die Aktion erfolgreich die Vielfalt der kleinen, mittleren und großen Gedenkstätten, Dokumentationszentren und anderer Orte der Erinnerung, die sich in Deutschland mit der nationalsozialistischen Vergangenheit beschäftigen, öffentlich sichtbar machen und ein (Licht-)Zeichen setzen. Hier geht es zur Dokumentation.

#WissenWasWar greift die Einladung zur Partizipation im Rahmen einer bundesweiten Kampagne mit neu akzentuierten Vorzeichen auf.

 

Was ist, wenn eine Einrichtung keinen Social Media-Kanal pflegt?

Wenn Einrichtungen nicht in den sozialen Medien aktiv sind oder nicht mit Canva arbeiten, sind wir trotzdem ansprechbar. Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen Postings und veröffentlichen sie auf den Kanälen der beteiligten Einrichtungen.

 

Weitere Fragen sind offen geblieben?

Dann kontaktieren Sie uns unter: gedenkstaettenforum@topographie.de

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