Objektgeschichte

Historische Busgarage der Gedenkstätte Hadamar

Diese Busgarage im Hof der Gedenkstätte Hadamar war ein zentraler logistischer Bestandteil der NS-„Krankenmorde“.

Ende 1940 wurde die Landesheilanstalt Hadamar in eine Tötungsanstalt umgebaut. Damit sollte Hadamar neben fünf weiteren als letzte „T4“-Gasmordanstalt in die Geschichte der NS-Psychiatrie eingehen.
Von Januar bis August 1941 wurden im Keller der Tötungsanstalt über 10.000 Kinder, Frauen und Männer ermordet und ihre Leichen wurden in zwei eigens eingebauten Krematoriumsöfen eingeäschert.
In Hadamar wurden die Morde ab August 1942 fortgesetzt. Jetzt starben die Menschen an überdosierten Medikamenten und Hungerkost. Bis zum Kriegsende kamen noch einmal ca. 4500 Menschen ums Leben.

Die zum Transport der Menschen verwendeten Busse wurden hier untergestellt.

Nach Ende des Krieges wurde sie auf dem Hofgut der Anstalt als Schuppen aufgebaut und wiederverwendet. Seit ihrem Wiederaufbau im Hof des historischen Gebäudes ist sie zu einem wichtigen Teil des Gesamtensembles der Gedenkstätte geworden.

Die Busgarage kann heute während der Öffnungszeiten in Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Das Objekt auf Gedenkstätte-digital

Das Sammlungsportal Gedenkstätte-digital

Das Sammlungsportal Gedenkstätte-digital wurde im Juni 2020 durch das Gedenkstättenreferat und Dr. Stefan Rohde-Enslin initiiert, mit dem Ziel, den Objekten und Sammlungen der Gedenkstätten eine Plattform zu bieten. Die Sammlung und das Sammeln sind ein elementarer Bestandteil der Gedenkstätten, ihre digitale Darstellung beschränkt sich - trotz ihrer Bedeutsamkeit - derzeit jedoch auf Informationen in Social Media und gelegentlich auf den Websites der Gedenkstätten.

Die Plattform Gedenkstätte-digital soll die Objekte und die Sammlungen in den Vordergrund stellen und den Einrichtungen gleichzeitig die kostenfreie Möglichkeit bieten, ihre Sammlung digital zu organisieren und je nach Bedarf zu veröffentlichen. Darüber hinaus ist es eine weitere Möglichkeit, den Einrichtungen eine Plattform zur Außendarstellung zu bieten, auf der die Funktionen ständig weiterentwickelt werden.

Das Gedenkstättenreferat stellte im Juli 2020 eine Handreichung für interessierte Gedenkstätten zusammen, um sich über Gedenkstätte-digital zu informieren. Hier werden erste Fragen beantwortet.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich an: gedenkstaettenforum(at)topographie.de

Die Grundlage: Museum-digital

Bei museum-digital handelt sich um eine kostenfreie Datenbank, mit der Museen ihre Sammlungen inventarisieren und zugleich einem breiten Publikum über das Internet zur Verfügung stellen können. Derzeit sind mehr als 770 Museen mit über 570.000 Objekten in mehr als 4.000 Sammlungen öffentlich vertreten.

Eine Besonderheit stellt das Storytelling dar, mit dem die Objekte dargestellt werden. Sie vermittelt die Basisinformationen sowie die Geschichte der Entstehung und Verwendung sowie die Nachnutzung der Objekte. Darüber die Geschichte der Objekte lassne sich die Geschichten der Orte besser vermitteln.

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