Objektgeschichte

Bierdeckel (Fälschung) der SS-Kaserne Obersalzberg, Dokumentation Obersalzberg
Bierdeckel (Fälschung) der SS-Kaserne Obersalzberg, Dokumentation Obersalzberg

Bierdeckel der SS-Kaserne Obersalzberg (Fälschung)

Objekte aus der Zeit des Nationalsozialismus waren und sind bei Fälscher*innen beliebt. Manchmal werden Objekte nachgemacht, manchmal gleich neu erfunden - wie dieser Bierdeckel. Der Aufdruck legt nahe, dass er in der Kaserne für die SS-Wachmannschaften am Obersalzberg verwendet wurde. Dort gab es zwar eine Kantine, dass sie eigene Bierdeckel hatte, ist aber nicht belegt.

Der Obersalzberg, seit 1923 Hitlers Feriendomizil, wurde nach 1933 zum zweiten Regierungssitz neben Berlin ausgebaut.
Die Dokumentation Obersalzberg ist ein vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Auftrag des Freistaats Bayern konzipierter und betreuter Lern- und Erinnerungsort. Sie bietet am historischen Ort die Möglichkeit, sich mit der Geschichte des Obersalzbergs und der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

Das Objekt auf Gedenkstätte-digital

Das Sammlungsportal Gedenkstätte-digital

Das Sammlungsportal Gedenkstätte-digital wurde im Juni 2020 durch das Gedenkstättenreferat und Dr. Stefan Rohde-Enslin initiiert, mit dem Ziel, den Objekten und Sammlungen der Gedenkstätten eine Plattform zu bieten. Die Sammlung und das Sammeln sind ein elementarer Bestandteil der Gedenkstätten, ihre digitale Darstellung beschränkt sich - trotz ihrer Bedeutsamkeit - derzeit jedoch auf Informationen in Social Media und gelegentlich auf den Websites der Gedenkstätten.

Die Plattform Gedenkstätte-digital soll die Objekte und die Sammlungen in den Vordergrund stellen und den Einrichtungen gleichzeitig die kostenfreie Möglichkeit bieten, ihre Sammlung digital zu organisieren und je nach Bedarf zu veröffentlichen. Darüber hinaus ist es eine weitere Möglichkeit, den Einrichtungen eine Plattform zur Außendarstellung zu bieten, auf der die Funktionen ständig weiterentwickelt werden.

Das Gedenkstättenreferat stellte im Juli 2020 eine Handreichung für interessierte Gedenkstätten zusammen, um sich über Gedenkstätte-digital zu informieren. Hier werden erste Fragen beantwortet.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich an: Sven Hilbrandt Hilbrandt(at)topographie.de

Die Grundlage: Museum-digital

Bei museum-digital handelt sich um eine kostenfreie Datenbank, mit der Museen ihre Sammlungen inventarisieren und zugleich einem breiten Publikum über das Internet zur Verfügung stellen können. Derzeit sind mehr als 770 Museen mit über 570.000 Objekten in mehr als 4.000 Sammlungen öffentlich vertreten.

Eine Besonderheit stellt das Storytelling dar, mit dem die Objekte dargestellt werden. Sie vermittelt die Basisinformationen sowie die Geschichte der Entstehung und Verwendung sowie die Nachnutzung der Objekte. Darüber die Geschichte der Objekte lassne sich die Geschichten der Orte besser vermitteln.

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