8. Treffen der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken

06/2002Gedenkstättenrundbrief 107, S. 38
Irmela Roschmann-Steltenkamp

Vom 20. bis 22. März 2002 fand in Berlin im Haus der Wannsee-Konferenz und in der Stiftung Topographie des Terrors mit rund 20 Teilnehmer/-innen aus 14 Institutionen das alljährliche Frühjahrstreffen der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) statt. Der Schwerpunkt des diesjährigen Treffens lag auf der Zusammenarbeit der pädagogischen Abteilungen in den Gedenkstätten mit den Bibliotheken – dargestellt am Beispiel des Hauses der Wannsee-Konferenz sowie der Gedenkstätte Buchenwald. Darüber hinaus wurde über den Fortgang der beiden kontinuierlichen AGGB-Projekte berichtet: zum einen über den Thesaurus Nationalsozialismus und Holocaust (erarbeitet von Jutta Lindenthal, Fritz Bauer Institut, und Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors), zum anderen über den gemeinsamen Internetkatalog (erarbeitet und gepflegt von Anne Sieberns, Haus der Wannsee-Konferenz; www.biblio.tu-bs.de/gedenk). Bei der Thematik »Informationsfreiheit und Bibliotheken« wurde kontrovers über den Umgang mit NS-Literatur und Literatur von heutigen rechten Verlagen in den einzelnen Bibliotheken diskutiert.

Die zahlreichen vorangegangenen Treffen hatten die verschiedensten Schwerpunktthemen: u.a. Rechtsfragen in Bibliotheken, Kinder- und Jugendliteratur zu NS und Holocaust, Buchrestauration. Da wir uns nach Möglichkeit an wechselnden Orten treffen, stehen die gastgebenden Gedenkstätten/Institutionen immer im Mittelpunkt.

Unsere Treffen finden regelmäßig zweimal jährlich statt: drei Tage Ende März sowie im Herbst im Rahmen des Gedenkstättenseminars. Die Märztreffen behandeln allgemeine bibliothekarische Aspekte, während die Arbeitsgruppentermine bei den Gedenkstättenseminaren sich an den Themen der jeweiligen Seminare orientierten. Diese Trennung haben wir vorgenommen, nachdem sich Mitarbeiter/-innen aus Gedenkstätten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an den AGGB-Treffen beteiligten und wir einen Themenkonsens finden mußten, mit dem alle zufrieden sein konnten. So sind die Märztreffen für alle interessierten Gedenkstättenbibliothekare/-innen offen, während die Herbsttermine auf die Themen der Gedenkstättenseminare ausgerichtet sind.

Unser nächstes Treffen findet vom 29. 9. bis zum 3. 10. auf dem Gedenkstättenseminar in Flossenbürg statt. Die AGGB hat dort drei Arbeitsgruppentermine: Besprechung der laufenden Projekte, Umgang mit Nachlässen in Gedenkstättenbibliotheken sowie das Kennenlernen der Bibliothek der Gedenkstätte Flossenbürg. Interessierte Gedenkstättenmitarbeiter/-innen und –bibliothekare/-innen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Kontakt: Irmela Roschmann-Steltenkamp, Margarete Roßmann,

Stiftung Topographie des Terrors, Bibliothek, Tel: 030/25 45 09 23, roschmann@topographie.de, rossmann@topographie.de

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