Bibliotheken in Gedenkstätten

02/1998Gedenkstättenrundbrief 81, S. 11
Irmela Roschmann-Steltenkamp und Anne Sieberns

In vielen Gedenkstätten gibt es Bibliotheken, die von BibliothekarInnen oder anderen MitarbeiterInnen betreut werden. Einige Bibliotheken stellen einen wichtigen Bestandteil der Gedenkstättenarbeit dar und sind dementsprechend mit Personal und Sachmitteln ausgestattet; andere wiederum dienen lediglich als Handbibliothek für die MitarbeiterInnen und sind kaum formal und/oder sachlich erschlossen. Neben Büchern, Zeitschriften und anderen Medien gehören häufig auch Archivmaterialien und Dokumentensammlungen zum Bestand.

Bei der Arbeit in diesen z.T. sehr unterschiedlichen Bibliotheken stellen sich u.a. folgende Fragen:

• Soll eine spezielle Bibliothekssoftware gekauft werden und wenn ja welche?

• Können neue Medien (Internet, CD-ROM etc.) sinnvoll eingesetzt werden?

• Wie wird – in Anbetracht geringer finanzieller Mittel – die Literaturauswahl getroffen?

• Wie können Schriftentausch oder Fernleihe mit anderen Institutionen organisiert werden?

• Welche Möglichkeiten der Bestandserschließung gibt es (Schlagwortvergabe, Thesaurus, Systematik etc.)?

• Wie kann man auf die unterschiedlichen Benutzergruppen (Schulklassen, WissenschaftlerInnen, EinzelbesucherInnen etc.) eingehen?

Um diese Fragen gemeinsam zu behandeln, überhaupt miteinander in Kontakt zu kommen und sich kennenzulernen, möchten wir eine Arbeitsgruppe der Bibliotheken in Gedenkstätten gründen und alle Interessierten bitten, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Bei entsprechender Resonanz werden wir dann ein erstes Treffen organisieren.

Ansprechpersonen:

Anne Sieberns

Haus der Wannsee-Konferenz

Am Großen Wannsee 56–58

14109 Berlin

Telefon 030-805001-20, Fax 030-805001-27

e-mail: WannseeLib@compuserve.com

und

Irmela Roschmann-Steltenkamp

Stiftung Topographie des Terrors

Budapester Straße 40

10787 Berlin

Telefon 030-254509-23, Fax 030-2613002

e-mail: Topographie@t-online.de

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