Thomas Lutz und die Anfänge der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB)

07/2023Gedenkstättenrundbrief 210, S. 42
Irmela Roschmann

Die AGGB gründete sich 1998, um die Bibliotheken in den Gedenkstätten und Dokumentationszentren zu vernetzen.

Sehr schnell kam die Idee auf, neben einem jährlichen AGGB-Treffen im Frühjahr ein weiteres Treffen innerhalb der Herbst-Gedenkstättenseminare anzubieten. Dies erschien sinnvoll, da einige Bibliotheken bereits eng in die wissenschaftliche und pädagogische Arbeit ihrer Einrichtungen eingebunden waren, während andere noch über eine Zusammenarbeit nachdachten. Thomas Lutz förderte dieses Vorgehen mit großem Elan und so entstand ein Raum, in dem spartenübergreifend gearbeitet wurde und die noch etwas schüchtern agierenden Bibliotheken zu Wort kamen, um auf sich und ihre gute Arbeit aufmerksam zu machen.

Diese Gedenkstättenseminare in Verbindung mit unseren Bibliothekstreffen sind mir noch in lebhafter Erinnerung und hatten eine große Bedeutung für mich! Die damals geknüpften Kontakte sind bis heute stabil und tragen immer noch dazu bei, meine Arbeit besser erledigen zu können. Und das Schöne daran ist, dass sich diese Beziehungen nicht nur auf die Arbeits-, sondern auch auf die menschliche Ebene auswirken. Das ist Thomas’ großes Verdienst: auf den wunderbar organisierten Gedenkstättenseminaren einen fachlich-beruflichen Austausch zu ermöglichen, Weiterbildung zu bieten und darüber hinaus auch das Persönliche nicht zu vergessen, bis spät abends gemeinsam Zeit zu verbringen und sich auch außerhalb des Arbeitskontextes kennenzulernen.

Irmela Roschmann, Leiterin der Bibliothek im Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

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