
Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bilden eine regelmäßige Besucher*innengruppe an der KZ-Gedenkstätte Dachau. Bisher existierten allerdings keine expliziten Angebote für diese Gruppen, sondern die vorhandenen Materialien und Methoden wurden von den Rundgangsleiter*innen der KZ-Gedenkstätte jeweils individuell angepasst.
Im Rahmen des Projekts „Bundeswehr erinnert“ konnten nun zielgruppenspezifische Angebote für Angehörige der Bundeswehr entwickelt werden, darunter die Workshops „Wehrmacht und KZ“ und „Diskriminierung. Past. Present? Not Tomorrow!“, sowie ein spezieller Rundgang, der das Thema Konzentrationslager mit militärgeschichtlichen Bezügen verknüpft.
Bei allen Angeboten bildet der Dialog zwischen Guide und Teilnehmenden einen festen Bestandteil, wodurch die Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit bekommen, die Angebote mit ihren Fragen und Interessen aktiv mitzugestalten.
Daneben fand in Zusammenarbeit mit der Universität der Bundeswehr München eine Multiplikator*innenausbildung statt. In einem zweitägigen Seminarformat lernten die Studierenden nicht nur, wie man einen Gedenkstättenbesuch organisiert und vorbereitet, sie beschäftigen sich auch intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers und der KZ-Gedenkstätte Dachau sowie mit Fragen der Erinnerungskultur.
Eine Vortragsreihe, eine Fachtagung zum Projektabschluss, sowie eine engmaschige Evaluation des neu entwickelten Rundgangs waren ebenfalls Bestandteile des Projekts, dessen Abschlussbericht als Broschüre online verfügbar ist.
Laufzeit: Februar 2020 bis Dezember 2022
Durchführung: Maria Dechant, Wiebke Siemsglüß