
Das „RomnoKher“ – übersetzt „Kulturhaus“ – des Verbands deutscher Sinti und Roma (LV Baden-Württemberg) in der Mannheimer Innenstadt bildet den Ausgangs und Mittelpunkt des Lernort-Projekts, dessen Ziel es ist, die Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Sinti und Roma zu fördern und dem Antiziganismus heute entgegen zu wirken.
Dazu dienen die Weiterentwicklung von Vermittlungskonzepten in der historisch-politischen Bildung sowie die Begegnung von Jugendlichen in heterogen zusammengesetzten Lerngruppen – insbesondere auch Menschen mit Romani-Hintergrund. Zu den im Zuge des Projekts entwickelten Formaten gehört eine Stadtrallye mit der App Actionbound auf den Spuren der Überlebenden Hildegard Lagrenne oder auch ein Theater- und Tanz-Summer Camp mit dem Choreographen und Streetdancer Dawid Kwiek. Mit spielerischen, künstlerisch-kreativen, aber auch quellenkritischen Methoden wird dabei für eine breite Zielgruppe nicht nur auf regionale Bezüge eingegangen, sondern die nationalsozialistische Verfolgung wird auch als europäisches Phänomen mit Bezügen in die Gegenwart thematisiert. Eine Kurzfilm-Reihe verdeutlicht die Bedeutung von Widerstand für Sinti und Roma im 20. Jahrhundert.
Der Aufbau langfristiger Kooperationen, mit den RomnoPowerClubs, den Hochschulen für Polizei Baden-Württemberg oder auch dem Mannheimer Marchivum ist wesentlicher Bestandteil des in steter Entwicklung befindlichen Lernorts Romno Kher, der mit einem multifunktionalen Lernraumkonzept künftig auch um eine neue Dauerausstellung ergänzt werden soll.
Laufzeit: Februar 2020 bis Dezember 2022
Durchführung: Christine Bast, Jessica Kemfelja
Kontakt: cb@sinti-roma.com