Bundesweite Social-Media-Kampagne #demokratierelevant

Das Netzwerk Digital History and Memory und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten laden Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren und Archive zur Teilnahme ein, deren Arbeit einen inhaltlichen Bezug zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Verbrechen hat. Unter #demokratierelevant machen sie gemeinsam sichtbar, was diese Arbeit für die Demokratie leistet, warum sie unter Druck steht und weshalb sie gerade jetzt wichtig ist.

Zum gemeinsamen Start der Kampagne am 24. August 2026 um 16:00 Uhr stehen neun Karussell-Beiträge, eine Caption und eine Pressemitteilung für euch bereit. Ihr könnt sie direkt veröffentlichen oder mit der Designvorlage eine eigene Kampagnenaussage entwickeln. Je mehr Einrichtungen mitmachen, desto stärker wird das gemeinsame Bild.

Warum jetzt?

Gedenkstätten und Erinnerungsorte stehen unter erheblichem Druck. Gerade im Umfeld der Wahlen ist die öffentliche Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen selbst zum Feld geschichtsrevisionistischer Angriffe geworden. Einrichtungen erleben Provokationen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen. Zugleich wird ihre fachliche Arbeit als vermeintlich „nicht neutral“ abgewertet und ihre öffentliche Förderung infrage gestellt.

Was leisten Gedenkstätten?

Gedenkstätten verbinden Gedenken, Forschung, Dokumentation und historisch-politische Bildung. Sie bewahren die Erinnerung an die Verfolgten und Ermordeten, sichern Spuren und Quellen, erforschen die Geschichte der Orte und ordnen Verfolgung und Täterschaft historisch ein. So ermöglichen sie eine quellengebundene Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen und fördern historisches Urteilen. Die Kampagne macht diese demokratierelevante Arbeit sichtbar.

Warum gefährlich?

Die Kampagne kehrt das Wort „gefährlich“ um. Für völkisch-nationalistische Geschichtspolitik ist die kritische Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen ein Hindernis: Sie widerspricht dem Versuch, Geschichte zu relativieren und ein bruchlos positives Bild der Nation zu entwerfen. Was dabei als störend oder „nicht neutral“ markiert wird, ist für eine pluralistische Demokratie unverzichtbar.

Vorlagen zum Herunterladen nach Thema

Folgende Karussell-Beiträge für Instagram stehen fertig für euch bereit. Ihr wählt einen davon aus und veröffentlicht ihn über den Account eurer Einrichtung. Jedes Karussell besteht aus drei Slides.
 

Caption zum Kopieren

Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

#demokratierelevant

Eigene Inhalte erstellen


Wenn Ihr eigene Posts entwickeln wollt, meldet euch bei den Organisator:innen der Kampagne um Zugang zu der Website mit interaktiven Vorlagen zu bekommen.

Kontakt:

Arne Jost (Netzwerk Digital History and Memory, Gedenkstätte Hadamar)

Mail: arne.jost@remove-this.lwv-hessen.de

Astrid Homann und Julia Gerberich (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)

Mail: sachsenhausenmemorial@remove-this.gmail.com