Anne Frank Zentrum
Das Anne Frank Jugendnetzwerk befähigt Jugendliche, sich für eine lebendige Demokratie und gegen Antisemitismus und Rassismus und weitere Formen von Diskriminierung einzusetzen. 439 Mitglieder haben dazu bundesweit in ihrem direkten Umfeld wirksame Projekte durchgeführt.
Das Anne Frank Jugendnetzwerk führt zwei mal im Jahr Qualifizierungsseminare für Jugendliche durch. Dieses vermittelt Jugendlichen vertieftes Wissen zu historisch-politischen Zusammenhängen. Es befähigt sie, ein eigenes Projekt in einer Kleingruppe realistisch zu planen. Dazu bekommen sie Grundlagen zu Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising vermittelt. Inhaltlich engagieren sich die Projekte für eine lebendige Erinnerungskultur, eine demokratische Gesellschaft und gegen Antisemitismus und Rassismus. Im Seminar erfahren sie Selbstwirksamkeit und eine Stärkung ihrer demokratischen Überzeugungen durch die Gruppe. Im Anschluss an das Seminar setzen die Jugendlichen ihre Projekte um. Die Mitarbeitenden des Anne Frank Zentrums betreuen und unterstützen die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Projekte. In der Vergangenheit wurden Zeitzeug*innengespräche, Workshops, historische Stadtspaziergänge, Ausstellungen und Theaterstücke, Postkartenaktionen, Podcasts, Instagram-Accounts, Konzerte und Filme realisiert. Nach Abschluss der Projekte werden die Jugendlichen im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ausgezeichnet und zu weiteren Veranstaltungen des Jugendnetzwerks eingeladen.
Darüber hinaus bietet das Jugendnetzwerk für seine Mitglieder ein Memory Walk Vernetzungstreffen an. Das Format Memory Walk ermutigt junge Menschen dazu, sich aktiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust anhand der spezifischen Geschichte ihres Ortes auseinanderzusetzen. Durch die Reflexion mit Peers und Passanten stellen sie einen Bezug zu ihrer heutigen Lebenswelt her. Im ersten Teil beschäftigen sich die Jugendlichen mit verschiedenen Arten von Denkmälern und deren Funktionen und Wirkungsweisen im öffentlichen Raum. Im zweiten Teil geht es um die Produktion von Videoclips. Die Jugendlichen führen kurze Interviews mit Passant*innen und befragen sie zu deren Verbindungen, Meinungen und Wissen zu einem Denkmal. Ziel der Clips ist es, innerhalb weniger Minuten möglichst vielfältige Perspektiven und Meinungen in Bezug auf dasselbe Denkmal sichtbar werden zu lassen. Die Ergebnisse werden in einer Online Veranstaltung präsentiert und auf unserer Website www.annefrankbotschafter*innen geteilt.
Weitere Informationen: www.annefrankbotschafterinnen.de