BreiteNOW: Was muss ein Ort erzählen?

Gedenkstätte Breitenau

"BreiteNOW: Was muss ein Ort erzählen?" ist ein partizipatives, außerschulisches Projekt mit  Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte aus lokalen Strukturen. Die Jugendlichen erschließen mit biografischem Zugang den historischen Ort Breitenau in digitalen Ausstellungsmodulen.

Unter der Leitfrage: Wie möchten junge Menschen die Erinnerungskultur an ihrem Wohnort  gestalten? entwickeln Jugendliche in Kleingruppen digitale Ausstellungsmodule. Ausgangspunkt der Beschäftigung mit dem historischen Ort Breitenau sind Biografien von Verfolgten, die bislang in der Gedenkstätte kaum sicht- und hörbar werden. Die Jugendlichen rekonstruiert die Biografien. Sie lernen die historischen Zusammenhänge sowie die Mechanismen von Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung während der NS-Zeit kennen, aber auch gesellschaftliche Abwehr nach 1945.

Fragen, zu denen die Jugendlichen arbeiten, sind unter anderen: Unter welchen Umständen  erfolgte die Inhaftierung Was waren die Verfolgungsgründe? Wie erlebten die Jugendlichen den Alltag in Breitenau und welche individuellen Handlungs- und Überlebensstrategien entwickeln sie? Wie ging das Leben für die Jugendlichen nach 1945 weiter?

Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen zu Expert:innen ihrer Themen zu machen und ihnen zugleich die Bedeutung erinnerungskultureller und digitaler Vermittlung näher zu bringen. Die in den gemeinsamen Workshops entwickelten Module werden in einem interaktiven 360 Grad Rundgang eingebunden. Wie die Geschichte von Menschen, die 1933-1945 in Breitenau waren erzählen wird, entscheiden die Jugendlichen gemeinsam. Egal, ob Audio-Aufzeichnungen, Audio-Podcasts, Erklärvideos, Infotexte oder Fotografien.