MusikMachtGeschichte

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Mit Soundproduktion nutzt das Projekt Zugänge aus der Lebenswelt von jungen Menschen, um Raum für individuelle Emotionen und Reflexionen zu schaffen, die auch ihre heutigen Lebensrealitäten einbeziehen können. 

In dem musikpädagogischen Projekt setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene in mehrtägigen Workshops mit der komplexen Bedeutung von Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen auseinander. Jeder Workshop bietet einen neuen inhaltlichen Zugang und basiert auf vielfältigen historischen Quellen wie Objekten, Audios, Videos, Fotografien, Zeichnungen, Selbstzeugnissen etc. aus der Sammlung der Gedenkstätte und anderen Archiven.

Daran anknüpfend begleiten Musikproducing- und Songwriting-Professionals die Teilnehmenden in einem kreativen Prozess, in dem sie am historischen Ort mit einem mobilen Musikstudio eigene Songs, experimentelle Sounds oder Soundcollagen, Fieldrecordings oder Samples entwickeln. Die künstlerische Form bleibt ihnen selbst überlassen: Sie können selbst Melodien einspielen, eigene Texte schreiben und vertonen und Instrumente in die Hand nehmen. Ebenso können sie Sounds auf dem Gelände der Gedenkstätte sammeln, Quellen vertonen oder historisches Soundmaterial neu samplen.

Die Workshops werden in Kooperation mit dem Projekt „Blockbox“ von der Hans-Werner-Henze Musikschule Marzahn-Hellersdorf (Berlin) durchgeführt.

Am Ende des Projekts werden die von den Gruppen produzierten Sounds zusammen mit den neu erschlossenen historischen Inhalten in einer mobilen Web-App veröffentlicht, die das Thema Musik im Lager dauerhaft für die Selbsterkundung vor Ort zugänglich machen soll.

Laufzeit: Oktober 2024 bis Dezember 2026

Durchführung: Moritz Krüger, Astrid Homann

Kontakt: m.krueger@remove-this.gedenkstaette-sachsenhausen.de