Hier finden Sie werktäglich ausgewählte Presseerzeugnisse über Gedenkstätten und Themen der Erinnerungskultur.
12. Dezember 2000
Zwangsarbeit: NS-Opfer verklagt Hochtief wegen Tötung
Ein ehemaliger NS-Zwangsarbeiter und Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz hat das deutsche Bauunternehmen Hochtief AG und zwei US-Tochterunternehmen auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagt. Wie der Anwalt des 72-jährigen Josef Tiber Deutsch am Dienstag mitteilte, wirft Deutsch dem Unternehmen Tötung und die absichtliche Zufügung seelischer Schmerzen vor. Für sich und für 400 Nachkommen anderer Opfer des Holocaust fordere Deutsch von den Unternehmen die Zahlung von umgerechnet insgesamt 800 Millionen Mark, sagte Anwalt Barry Fisher. Die Klage sei bereits am Freitag beim Superior Court in Los Angeles eingereicht worden.
12. Dezember 2000
Berlin soll Reparationen zahlen. Oberstes Gericht in Athen gibt griechischen SS-Opfern Recht
Die Bundesrepublik Deutschland muss den Hinterbliebenen der Opfer eines von der SS in Griechenland verübten Massakers 56 Millionen Mark Entschädigung zahlen. Das entschied nach Informationen der FR am Donnerstag der Areopag, Griechenlands oberstes Gericht. In New York reichten Anwälte Entschädigs-Klagen gegen österreichische Firmen und die Alpenrepublik selbst ein.
12. Dezember 2000
Einbringung eines Gesetzentwurfes zur Errichtung Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder zur einer Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" vor dem Deutschen Bundestag am Freitag, 14. April 2000 in Berlin
Sehr geehrter Herr Präsident,.meine sehr geehrten Damen und Herren!.Mit dem Gesetzentwurf, den wir heute in Erster Lesung beraten, geben wir endlich eine Antwort auf eine seit mehr als 50 Jahren ungelöste Frage..Wir kommen damit einer Verantwortung nach, die uns die deutsche Geschichte unmissverständlich aufgegeben hat..
12. Dezember 2000
Zentralrat der Juden klagt über deutsche Wirtschaft
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat die mangelnde Beteiligung der Wirtschaft am Entschädigungsfonds für NS-Zwangsarbeitern beklagt.
Im Gewerkschaftshaus Berlin (Keithstr. 1-3, Schöneberg) wird heute Abend um 18. Uhr der Film über die Zwnagsarbeit bei Daimler Benz und den langen Weg zur Entschädigung von Helmut Bauer und Rainer Burmeister mit anschließender Diskussion mit Zwangsarbeiterinnen aus Ungarn und der Slowakei gezeigt.