Projektbeschreibung:
Abschlusserklärung des Workshops „Digitalisierung von Opferdaten aus der NS-Zeit“, 19. Mai 2006 Fürstenberg/Havel – Deutschland..Auf einem zweitägigen Symposium kamen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus KZ-Gedenkstätten, Museen und Archiven zusammen, so auch vom Museum in Auschwitz in Polen, aus Yad Vashem in Jerusalem und vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington. Unter ihnen waren Vertreter von Projekten, die sich mit der digitalen Erfassung von personenbezogenen Daten der Opfer der NS-Zeit befassen, Autoren von Gedenkbüchern, Historiker, Holocaustforscher und andere Interessierte aus 10 Ländern. Auf diesem 17. Internationalen Workshop zogen die Teilnehmer, die teils langjährig auf diesem Gebiet tätige Wissenschaftler sind, eine Bilanz der Möglichkeiten und Schwierigkeiten gemeinsamen Forschens. Seit fast einem Jahrzehnt treffen sich diese Spezialisten an wechselnden Orten, um sich auszutauschen und Projekte zu planen. Mit ihrer Arbeit legen die Datenbankexperten wichtige Grundlagen – insbesondere bei der Erarbeitung von Gedenkbüchern - und tragen heute dazu bei, die oftmals lückenhaft überlieferten namensbezogenen Quellen aus der NS-Zeit richtig zu bewerten und die Dimension der Verbrechen aus dieser Zeit aufzudecken...Da sie das Thema der Tagung für besonders unterstützenswert befand, ermöglichte die “Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research“ mit einer finanziellen Unterstützung die Anreise zahlreicher Vertreter aus osteuropäischen Ländern...Die Teilnehmer des Internationalen Workshops waren sich darin einig, den Weg der Zusammenarbeit fortzusetzen. Dazu sollen einerseits weitere Workshops an verschiedenen Orten stattfinden und andererseits soll ein multilateraler Informationsaustausch mit dem Ziel geführt werden, weitere personenbezogene Quellen der KZ-Zeit auszuwerten und damit einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zu leisten...Trotz mancher Probleme, über Ländergrenzen hinweg zu arbeiten, formulieren die Anwesenden folgende drei Anliegen:.1. Fortsetzung der Rekonstruktion der Namen aus den überlieferten Haftnummern der bereits digitalisierten Kartei des SS-Wirtschaftsverwaltungs-Hauptamtes, an der sich bisher 23 Institutionen beteiligen..2. Gemeinsame Erarbeitung einer aktuellen Publikation über die Vergabe von Haftnummern in den NS-Konzentrationslagern..3. Kooperation zur Zusammenführung aller digital erschlossenen Quellen in einer gemeinsamen großen Datenbank, insbesondere der Nachweise der Listen mit Namen...Mit Genugtuung nahmen die Teilnehmer die Nachricht von der Öffnung der Archive des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen auf, die für alle von größter Bedeutung sind. Sie brachten zum Ausdruck, dass möglichst schnell Bedingungen geschaffen werden müssen, die eine Einbeziehung dieser Quellen auf den verschiedensten Gebieten möglich macht. Das betrifft insbesondere auch bereits digitalisierte Bestände...Weil die Besucher der Tagung überzeugt waren, dass ihre Arbeit nicht nur wissenschaftliche Ziele verfolgt, sondern zugleich auch humanitäres Anliegen hat, wünschen sie sich von den gesellschaftlich und staatlich Verantwortlichen in Deutschland und auch auf internationaler Ebene für die Finanzierung solcher Vorhaben mehr Aufmerksamkeit...Zum 18. Internationalen EDV-Workshop der NS-Gedenkstätten treffen sich die Teilnehmer im November 2006 auf Einladung des Museums Auschwitz-Birkenau in Oswicim/Polen....Teilnehmer des Workshops waren Mitarbeiter der folgenden Institutionen:..- Aktives Museum Spiegelgasse für deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V..- Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Wien.- Archiwum i Pracownie Naukowo-Badawcze, Walbrzych .- Bundesarchiv.- Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag.- Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien.- FOD Sociale Zekerheid Dienst voor de Oorlogsslachtoffers Archief- en Documentatiedienst, Brüssel.- Föderale Staatliche Institution Stiftung fuer Verständigung und Aussöhnung, Moskau.- Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle/S..- Gedenkstätte Bergen-Belsen.- Gedenkstätte Buchenwald.- Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. Berlin.- Institut Teresienstädter Initiative, Prag.- KZ-Gedenkstätte Dachau.- KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.- KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.- KZ-Gedenkstätte Neuengamme.- Nationaal Monument Kamp Vught.- Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam.- NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz /Gedenkstätte KZ Osthofen.- Panstwowe Muzeum Auschwitz-Birkenau w Oswiecimiu.- Panstwowe Muzeum Stutthof.- Projekt Memorial Book – Spanish inmitates in the nazi-camps (Spanish Ministrery of Culture and Archivo General de la Guerra Civil Esañola).- Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin.- Tracing and Information Service of the Polish Red Cross, Warschau.- United States Holocaust Memorial Museum, Washington.- Victim List Project of the Swiss Banks Settlement.- Yad Vashem The Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority Hall of Names, Jerusalem.- Darüber hinaus weitere Forscher unterschiedlicher Projekten..Ansprechpartner für weiter Informationen: saefkow-berlin@t-online.de
Kontakt
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Homepage: www.ravensbrueck.de