Portionierter Judenhass: Eine Vermessung des Antisemitismus auf TikTok

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) | Machine Against the Rage
27. Mai 2026

Die meisten der inhaltsanalytisch ausgewerteten Beiträge arbeiten mit Ambivalenzen, Mehrdeutigkeiten, Humor und Ironie. 

Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass gerade diese Formen deutlich häufiger den Holocaust anzweifeln oder relativieren und sich positiver auf den Vernichtungsantisemitismus des Nationalsozialismus beziehen. Hierbei lässt sich ein Trend des lustvollen Brechens mit gesellschaftlichen Tabus beobachten, das schließlich auch extremistischen Gruppen eine Vorlage bietet.

Die Analyse legt nahe, dass Prävention nicht allein auf die Entlarvung bestimmter Inhalte des Online-Antisemitismus zielen kann. Relevant erscheinen vielmehr auch jene Faktoren, die antisemitische Kommunikation in digitalen Kontexten kulturell anschlussfähig machen.

Dass Antisemitismus in seiner spezifischen digitalen Form nur einer von vielen ist, zeigt, wie normalisiert er insbesondere unter jungen Menschen ist.

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