Die interaktive Wanderausstellung ZWANGSARBEIT AN DER WERRA wirft einen Blick auf das dunkelste Kapitel des Kalireviers. Während der Zeit des Nationalsozialismus arbeiteten hier rund 10.000 Menschen aus mehr als zwanzig Nationen unter Zwang im Bergbau, der Rüstungsproduktion und in der Landwirtschaft. Über die Entrechtung und Ausbeutung dieser Menschen ist bis heute wenig bekannt. Wer waren die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Und: Wer profitierte von ihrer Ausbeutung?
ZWANGSARBEIT AN DER WERRA ist eine hybride Wanderausstellung des Werra-Kalibergbau-Museums in Heringen/Werra. Sie besteht aus einer mobilen Installation und dieser digitalen Wissensplattform. Beide Ebenen sind miteinander verbunden durch interaktive QR-Codes.
Das Thema NS-Zwangsarbeit im Kalirevier an der Werra wurde lange nicht aufgearbeitet. Wenig ist bekannt über Einzelschicksale und Einsatzorte. Die Trennung des Kalireviers in den Jahren der deutschen Teilung 1945 bis 1989 trug dazu bei, dass einzelne Studien und Forschungen nicht verknüpft werden konnten. Seit 1990 gab es unterschiedliche Projekte auf lokaler und regionaler Ebene.