Welche Lehren lassen sich aus der Weimarer Republik für die Gegenwart ziehen? Dieser Frage widmet sich am Donnerstag, 20. August, um 18 Uhr der „Vortrag „Die Weimarer Republik und wir" in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Am Ziegelhüttenweg 38).
Dr. Tim Müller, Referent der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB), präsentiert die Entwicklung der ersten deutschen Demokratie, die Mitte der 1920er-Jahre zunächst von Reformen, wirtschaftlicher Stabilisierung und internationaler Annäherung geprägt war. Er zeigt auf, wie nur wenige Jahre später Wirtschaftskrise und politische Radikalisierung zum Ende der Weimarer Republik führten und den Nationalsozialisten den Weg an die Macht erleichterten.
Sein Vortrag beleuchtet Parallelen und Unterschiede zwischen den damaligen Herausforderungen und den aktuellen Entwicklungen. Dazu gehören die Krisenanfälligkeit demokratischer Systeme, ihre Anpassungsfähigkeit und die Frage, welche Bedeutung die Geschichte der Weimarer Republik noch für das heutige Verständnis demokratischer Prozesse hat.
Der Vortrag wird vom Förderverein Projekt Osthofen e.V. in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz organisiert. Um Anmeldung wird unter info@ns-dokuzentrum-rlp.de oder Tel.: 06242-910810 gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Demokratiehistoriker Dr. Tim Müller ist seit 2025 der Demokratieland-Referent der LpB. Er ist Autor und Herausgeber vieler Publikationen zur Demokratiegeschichte (u.a. „Demokratiegeschichten“ (Geschichte und Gesellschaft), hrsg. zus. mit Hedwig Richter, 2018; „Normalität und Fragilität: Demokratie nach dem Ersten Weltkrieg“, hrsg. zus. mit Adam Tooze, 2015; „Nach dem Ersten Weltkrieg: Lebensversuche moderner Demokratien“, 2014; „Krieger und Gelehrte“, 2010).