2026 jährt sich die Tagung, auf die der Beutelsbacher Konsens zurückgeht, zum 50. Mal. Die Prinzipien des Konsenses – Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Subjektorientierung – sind integraler Teil der politischen Bildung und wirken auch in der Gedenkstättenarbeit. Zugleich finden Debatten um Erinnerung und Gedenken in einem immer fragileren Diskursfeld statt und Gedenkstätten und ihre Arbeit sind zunehmend Angriffen ausgesetzt.
Ziel unserer gemeinsamen Veranstaltung ist ein bundesweiter gedenkstättenübergreifender Austausch über den Beutelsbacher Konsens und seine Bedeutung für die Gedenkstättenarbeit.
Die Tagung dient der Verständigung und Standortbestimmung, nimmt jedoch auch Strategien in den Blick, um aktuellen Herausforderungen begegnen zu können, und fragt nach der normativen Positioniertheit von Gedenkstätten. Gegenstand sind zudem mögliche Leerstellen des Beutelsbacher Konsens sowie eine intensive Auseinandersetzung mit den drei Prinzipien auch im Spannungsverhältnis zu einem vermeintlichen Neutralitätsgebot.
Das Programm wird voraussichtlich im Juli veröffentlicht. Eine Anmeldung wird dann bis Ende September 2026 möglich sein. Neben Podien und Vorträgen sind insbesondere interaktive
Methoden wie World Café, Fishbowl und ein geplantes Bar Camp Teil der Veranstaltung. Die Tagung wird von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Bundeszentrale für politische Bildung mit Unterstützung des Gedenkstättenreferats in der Stiftung Topographie des Terrors veranstaltet.