Learning by Doing?
Aus- und Fortbildung für die gedenkstättenpädagogische Praxis
70. bundesweites GedenkstättenSeminar
Wann? Mittwoch, 10. bis Freitag, 12. Juni 2026
Wo? Max Mannheimer Haus
Studienzentrum und Internationales Jugendgästehaus, Dachau
Besuche an Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Lernorten zu den NS-Verbrechen erfreuen sich einer hohen gesellschaftlichen Nachfrage. Hunderttausende Besucher:innen nehmen jährlich ein breites Spektrum an pädagogischen Angeboten vor Ort wahr: von geführten Rundgängen über ein- bis mehrtägige Seminare bis hin zu längerfristigen Projekten.
Angesichts dessen fragt das 70. bundesweite GedenkstättenSeminar nach der Qualifizierung von denjenigen, die diese Bildungsangebote entwickeln und durchführen: Welches Handwerkszeug braucht es eigentlich für die gedenkstättenpädagogische Praxis? Welche Modelle der Aus- und Fortbildung existieren bereits – vor Ort und im Verbund? Welche einrichtungsübergreifenden Akteure bieten Weiterbildungsmaßnahmen an? Wo bestehen Leerstellen und Bedarfe, und wo lassen sich in der dezentralen Gedenkstättenlandschaft diesbezüglich künftig Synergieeffekte erzielen?
Die Bundesweiten GedenkstättenSeminare sind das älteste Fortbildungs- und Vernetzungsformat in der dezentralen Gedenkstättenlandschaft zu den NS-Verbrechen. Seit 1983 verbinden sie theoretische Impulse mit Beispielen aus der Praxis und zielen auf Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und kritische (Selbst-)Reflexion. Sie richten sich an Mitarbeiter:innen von Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Lernorten zu den NS-Verbrechen sowie weitere Multiplikator:innen der historisch-politischen Bildungsarbeit.
www.gedenkstaettenforum.de/aktivitaeten/gedenkstaettenseminare/
Veranstalter des 70. bundesweiten GedenkstättenSeminars sind die KZ-Gedenkstätte Dachau, das Max Mannheimer Studienzentrum Dachau, das Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors und die Bundeszentrale für politische Bildung
Vorläufiges Programm
Mittwoch, 10. Juni 2026
Ankommen & Reinkommen
9:30—12:30 Uhr Optional: Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau
13—14 Uhr Imbiss
14—14:30 Uhr Begrüßung & Einführung
14:30—16 Uhr Was heißt: Professionalisierung in der Gedenkstättenpädagogik?
Input & Podiumsgespräch
16—16:30 Uhr Kaffeepause
16:30—18:15 Uhr Aus- und Fortbildung in der Gedenkstättenpädagogik
Partizipative Standortbestimmung
18:15—18:30 Uhr Ausblick und Organisatorisches
18:30—20 Uhr Abendessen
Donnerstag, 11. Juni 2026
Diskutieren & Ausprobieren
9—12:30 Uhr Aus- und Fortbildung für die gedenkstättenpädagogische Praxis
Workshop-Angebote*
12:30—14 Uhr Mittagessen/Mittagspause
14—17 Uhr Aus- und Fortbildung für die gedenkstättenpädagogische Praxis
Workshop-Angebote*
17—17:30 Uhr Kaffeepause
17:30—19 Uhr Präsentation und Diskussion der Workshop-Ergebnisse
19—20 Uhr Abendessen
abends Get together im Max Mannheimer Haus
Freitag, 12. Juni 2026
Zusammenführen & Reflektieren
9—9:15 Uhr Begrüßung und Organisatorisches
9:15—10 Uhr Positionen
Kurz-Kommentare aus unterschiedlichen Perspektiven
10—10:30 Uhr Kaffeepause
10:30—11:30 Uhr Wie weiter? Bedarfe und Ausblicke
Fishbowl-Diskussion
11:30—12 Uhr Seminarfeedback
12—13 Uhr Lunchpaket
13—16:30 Uhr Optional: Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau
*Geplante Workshop-Angebote
»Verunsichernde Orte«
Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik
kompetent.politisch.bilden
Kompetenzprofil für Fachkräfte der außerschulischen politischen Bildung
Multiplikator:innen-Ausbildung
Beispiele aus verschiedenen Einrichtungen
Qualitätssicherung und Fortbildung
Beispiele aus verschiedenen Einrichtungen
Ausbildung zu Jugendguides an Gedenkstätten
Ein Kooperationsprojekt der Landeszentrale für politische Bildung mit dem Arbeitskreis »Jugend- und Vermittlungsarbeit« der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württemberg
»Erinnern vor Ort« — Vernetzung, Fortbildung und Beratung von Jugendgeschichtsprojekten
Ein Projekt des Anne Frank Zentrums Berlin
Museum-Signers an der KZ-Gedenkstätte Dachau und im NS-Dokumentationszentrum
Ausbildung und Zusammenarbeit mit gehörlosen Guides
»Grafenschrecks« — gemeinsamer Lernprozess in einem inklusiven Vermittlungsprojekt
Ein Projekt der Gedenkstätte Grafeneck
Antisemitismus- und antiziganismuskritische Fortbildungskonzepte
Fortbildung und Beratung
Ein neues Angebot auf dem GedenkstättenForum
Mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich laufend auch die professionellen Anforderungen an die Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen. Daraus ergeben sich immer wieder neue Fortbildungs- und Beratungsbedarfe. Doch wie lassen sich geeignete Angebote finden – noch dazu angesichts meist begrenzter zeitlicher und finanzieller Ressourcen?
Auf dieser Seite bietet das Gedenkstättenreferat eine allgemeine Orientierung über bundesweit bestehende Fortbildungs- und Beratungsangebote, gibt Anregungen für die weitere Suche und zeigt mögliche Recherchewege auf. Dabei gehen wir von drei Zugangsmöglichkeiten aus:
→ Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit: Hier informieren wir über Fortbildungs- und Beratungsmöglichkeiten innerhalb der dezentralen Gedenkstättenlandschaft zu den NS-Verbrechen und vonseiten benachbarter Aufarbeitungsinstitutionen
→ Angrenzende Arbeitsfelder: Auch in angrenzenden Arbeitsfeldern wie etwa im Museums- oder Non-Profit-Bereich gibt es Fortbildungs- und Beratungsmöglichkeiten für Gedenkstättenmitarbeiter:innen und ehrenamtlich Engagierte
→ Themen und Herausforderungen: Einige Organisationen und Initiativen bieten Fortbildung und Beratung zu spezifischen Themen und Herausforderungen der Gedenkstättenarbeit an: zum Beispiel zu pädagogischen Fragen, zur digitalen Erinnerungsarbeit oder zum Umgang mit Rechtsextremismus und verschiedenen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit