»Jede(r) sollte einmal ein ehemaliges Konzentrationslager besucht haben«?

Gedenkstättenfahrten zwischen Ritual und Neuorientierung
12/2021Gedenkstättenrundbrief 204, S. 10-18
Heidi Behrens, Anke Hoffstadt

Gedenkstättenfahrten zwischen Ritual und Neuorientierung[1]

Gruppenbesuche in Gedenkstätten können auf eine langjährige Praxis zurückblicken. Schon vor 1990 machten sich in der Bundesrepublik und in der DDR Jugendliche und Erwachsene mit christlichen Gemeinden, "Aktion Sühnezeichen" oder Jugendorganisationen auf den Weg, um NS-Mordstätten "mit eigenen Augen" zu sehen.

In den ersten Jahren der Berliner Republik wuchs das Interesse an Gedenkstätten-Exkursionen, zunächst in die "neue", historisch vielschichtige Bundeshauptstadt und nach Ostdeutschland, dann zunehmend - im Gefolge etwa des bildprägenden und breit rezipierten Kinofilms "Schindlers Liste" (USA 1993) - nach Auschwitz/Oświęcim und Krakau/Kraków.[2] In jüngerer Zeit hat die Zahl der Gedenkstättenfahrten, insbesondere für jugendliche Teilnehmende und junge Erwachsene, um ein Erhebliches zugenommen. Allein das Förderprogramm "Jugend erinnert" stellte 2019 und 2020 bundesweit finanzielle Mittel für bis zu 500 Seminarfahrten bereit, die in Partnerschaft zwischen Schulen und außerschulischen Einrichtungen der politischen Bildung in beiden Jahren über 10 000 Jugendliche hätten erreichen können.[3]

Reisen nach Polen wurden zwar zu einem selbstverständlichen Teil der Geschichts- und Erinnerungskultur, an den Programmen fällt jedoch auch auf, dass diese vielfach gleichbleibend ähnlich gestaltet sind und die Diskurse, Praxisideen und Konzept-Vorschläge der jüngeren, historisch-kritischen Gedenkstättenpädagogik nur zögerlich aufgenommen werden. Nicht zuletzt greifen sie Raum auf einem geschichtspolitisch aufgewühlten und unter verschiedenen Vorzeichen und mit unterschiedlichen Zielen genutzten Terrain, das durchaus seine eigene Geschichte hat. Ebenso wie - nicht zuletzt - die geschichtspolitischen Dimensionen oder skeptischen Perspektiven auf eingespielte Erinnerungspraxen aktuell mitunter harte Auseinandersetzungen in der historischen Wissenschaft wie unter den Expertinnen und Experten der Vermittlungsarbeit auslösen. Machen sich aktuelle Konzepte und Vorschläge doch aus guten Gründen etwa für die Überwindung von konkurrierenden Erinnerungen stark oder finden im Ritual des Gedenkens eine bloße Selbstvergewisserung ausgedrückt.[4]

Kritik und Unbehagen an der Erinnerungskultur

Seit der Jahrtausendwende wird über Möglichkeiten und Begrenzungen von Bildungsarbeit in Gedenkstätten reflektiert.[5] Kritische Stimmen zielen seither auf unterschiedliche Aspekte. Da wird - um nur einige zu nennen - etwa von Dana Giesecke und Harald Welzer der mangelnde Gegenwarts- oder auch Lebensweltbezug des praktischen Gedenkens beklagt und eine "Renovierung" der Gedenkstättenarbeit im allgemeinen gefordert.[6] Günter Morsch hingegen weist auf die Gefahr einer Vereinnahmung von Gedenkstätten für aktuelle Menschenrechtsdiskussionen hin.[7] Sehr grundsätzlich betont Aleida Assmann, langjährige Erinnerungskonstruktionen hätten ihre Selbstverständlichkeit verloren; diese sollten sich auf wissenschaftlichen Sachverstand stützen und komparative Blickrichtungen einbeziehen. Das Erinnern müsse transnational, multiperspektivisch und dialogisch werden.[8] Der Literat und Autor Yishai Sarid, dessen Roman "Monster" sich mit Gedenkstättenbesuchen und den Verformungen der Perspektive auf den Holocaust im Vermittlungsprozess beschäftigt, hält Erinnerung und Gedenken für überholt, wenn die Shoah das alleinige Thema bleibt - ohne Kontexte jenseits der Verfolgungsgeschichte. Es sei an der Zeit, verfestige Narrative aufzugeben.[9] Eine erweiterte, grenzüberschreitende Geschichtsaneignung hätte demnach weitere Verbrechensdimensionen des Zweiten Weltkriegs, seine revanchistische, kolonialistische und rassistisch eliminatorische Raumeroberung einzubeziehen. Dann kämen außer den vom NS-Regime geplanten Bevölkerungsverschiebungen ("Generalplan Ost") die Millionen ermordeter sowjetischer Kriegsgefangener sowie Zivilistinnen und Zivilsten in den Blick, die im öffentlichen Geschichtsbewusstsein noch immer einen eher nachrangigen Platz einnehmen.[10] Obwohl erinnerungskulturelle und geschichtspolitische Überlegungen wie diese weiter intensiv diskutiert werden, spiegeln sich die spannungsreichen und zugleich selbst für den Moment und die Möglichkeiten des Vermittelns hoch aufschlussreichen Aspekte in den Abläufen von Gedenkstättenfahrten nicht wider, insbesondere wenn es sich um schulische Aktivitäten handelt.

Laufspuren des Erinnerns

Bei Lehrenden - die Interessen der Lernenden antizipierend - fallen sehr häufig medial vermittelte Erwartungen an Authentizität und Nacherleben auf.[11] Das Abschreiten der Gedenkstätten-Gelände als auratisch gelesene Orte - hier sei insbesondere an die heute ikonisch wirkende Blickachse auf das Tor des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert - erscheint nicht selten als Wert an sich. Das "Erfahren" und die Anschauung der Umgebung, wie beispielsweise der Wucht des Anblicks von Überresten der Gaskammern in Birkenau, ist darin nicht selten in Verantwortung gestellt, ein Gedenkstättenseminar zum Mittel der Katharsis, der nachhaltigen "Impfung" oder "Immunisierung" gegen antidemokratische Haltungen zu erheben. Eine Verantwortung, die Gefahr läuft, Gedenkstätten - konkret absichtsvoll oder strukturell - in den Dienst einer Erinnerung zu setzen, die "zunehmend als moralisch aufgeladene, eher diffuse Pathosformel gebraucht wird, als sei Erinnerung als solche bereits der Königsweg zur Bildung von kritischem Geschichtsbewusstsein, als stehe Erinnern als solches bereits für gelingende Demokratie- und Menschenrechtserziehung".[12]

Ungeachtet dieser und ähnlicher Bedenken, Gedenkstätten mit einem Erinnerungsimperativ zu überfrachten, der vor allem Jugendlichen in "Gestalt von Gedenkstättenpflichtbesuchen entgegentrete", äußerte sich indes (unter anderen Stimmen aus der Politik) der Antisemitismusbeauftragte des Bundes, Felix Klein, der einen "KZ-Besuch" für Schülerinnen und Schüler in den Lehrplänen festschreiben möchte.[13] Er verspricht sich von der Aura der Orte nachhaltige Eindrücke, die Rassismus und Antisemitismus entgegenwirkten. Von der sprachlichen Grobheit des Ausdrucks "KZ-Besuch" und der erzwungenen Teilnahme einmal abgesehen, negiert dieser erinnerungspolitische Appell, dass die Mehrzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden Massenerschießungen zum Opfer fiel.[14]

Kann vor diesem Hintergrund die Gedenkstätte Auschwitz der Ort sein, ohne Gefahr zu laufen, das Lager zur Chiffre zu verformen? Die historische Genauigkeit geht bei "gut gemeinten" pädagogischen Intentionen womöglich verloren.

Auf den Spuren von "Schindlers Liste" hat sich eine Art Grundform für Gedenkstättenfahrten herausgebildet: ein bis zwei Tage Auschwitz I ("Stammlager") und II (Birkenau), ein Zeitzeugengespräch, ein Tag Krakau mit "jüdischem Viertel" und "jüdischem Essen". Was in drei Tagen aufgesucht und angesprochen wird, soll emotionale Berührung hervorrufen sowie ein Déjà-vu immer wieder fotografierter baulicher Relikte. Es mutet nahezu dekonstruktivistisch an, wenn in den Schwerpunkt-Führungen zur NS-Besatzungsgeschichte Krakóws ortsansässige Teamende die Teilnehmenden darauf aufmerksam machen, dass sie mehr einer Filmkulisse nachspüren, die sie aus Steven Spielbergs Kinofilm kennen, als dass sie den historisch gesicherten Überresten einer durch Besatzung, Verfolgung und Krieg zerstörten, vielfältigen Stadtkultur folgen. Kazimierz, das "jüdische Viertel", ist heute eine "Kulisse ohne Juden", heißt es, ein Erinnerungsdiorama. Auch ignorieren Initiatoren von Gedenkstättenfahrten nicht selten, Teil des touristischen Andranges zu sein, der den gewünschten Ablauf beeinträchtigt.[15] In der Gedenkstätte Auschwitz etwa folgen die Besuchenden zu Hunderten einer verbindlichen Choreografie; im vormaligen "Stammlager" reihen sie sich auf entlang der Absperrbänder, die eine reibungslose Passage in den engen Fluren der Block-Gebäude sicherstellen. Je ein paar Sekunden bleiben für den Schauder der Verwunderung darüber, welche Folter- und Entmenschlichungsmethoden Verfolgte zu überleben gezwungen waren, so sie Glück hatten. Um wahrzunehmen, was von den Ermordeten blieb - Koffer, Essgeschirr, Kämme, Schuhe -, fehlt die Zeit. Die Konfrontation mit dem Ausgestellten reduziert sich auf das individuelle Betrachten, ein Austausch ist nicht vorgesehen - von hinten naht die nachfolgende Gruppe. Für Vertiefungen ebenso wie für eine offene, diskursive Lehr-/Lernsituation bleibt angesichts des Zeitmanagements vor Ort generell wenig Raum. An Einwänden gegen eine Indienstnahme von Gedenkstätten, die Überfrachtung mit Wirkungshoffnungen und an Hinweisen auf eine zusehends überforderte Infrastruktur durch derartige Gruppenreisen fehlt es nicht, Rezeptionsforschung zu Gedenkstättenbesuchen ergänzt dieses kritische Tableau.[16]

Bestellte "Beglaubigungen"

Heute sind Teamende, die in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit mit (jungen) Erwachsenen Gedenkstätten zur Erinnerung an die Geschichte des Nationalsozialismus besuchen, bemüht, den Teilnehmenden eine Begegnung mit Überlebenden des Holocaust zu ermöglichen. Bei mehrtägigen Gedenkstättenseminaren gehören Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sogar seit vielen Jahren gewissermaßen zum Kanon. Diese Treffen stehen dabei bisweilen unter dem Anspruch, ein Gedenkstättenseminar durch den "Erlebnisfaktor Zeitzeuge" zu vervollständigen - als sei es ohne das autobiografische Berichten nicht komplett. Zugleich rückt das bereits seit Ende der 1980er Jahre vorausschauend beschriebene "lange Ende der Zeitzeugenschaft"[17] den Wunsch, Seminartage um eine Zeitzeugenbegegnung zu bereichern, auf eine mitgemeinte Dringlichkeitsstufe. In dieser Perspektive wirkt die Planung von Gesprächen mit Überlebenden gewissermaßen gehetzt und steht in der Gefahr, als Merkmal für ein gelingendes, auch emotional beeindruckendes Gedenkstättenseminar in einen instrumentellen Bezugsrahmen gestellt zu werden. Verspricht doch das direkte, mündliche Zeitzeugnis einen "unmittelbaren, von gesellschaftlichen Deutungsmustern unberührten Zugang zur vergangenen Wirklichkeit"[18] und kommt dem fortdauernden Bedürfnis "nach einem lebendigen Beweis für das Geschehene wirkmächtig"[19] entgegen. Gespräche mit Zeuginnen sowie Zeitzeugen so lange wie möglich erleben zu können, mag ein Geschenk an die Nachgeborenen sein, eines, das gleichwohl in seinen Praxiselementen durchaus anspruchsvoll bleibt und daher eine sorgfältige, reflektierende Auseinandersetzung mit dem gesprochenen Wort einfordert. Dies wird sich nach dem "Abschied von der Zeitzeugenschaft" nicht wesentlich ändern.

Die Auseinandersetzung beispielsweise mit den vom Deutschen Technikmuseum Berlin beworbenen interaktiven Zeitzeugnissen, die auf Videoclips fertige Antworten bereithalten, kann nur gelingen, wenn zugleich ein Wissen über die Herstellung und nicht zuletzt die Begrenzungen von Präsentationen dieser Art erworben wird.[20]

Einen Vorschlag, wie eine Perspektive der Dekonstruktion aussehen kann, machten jüngst Historikerinnen, Historiker und Ausstellungsmachende im Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Sie weisen mit der Wanderexposition "Ende der Zeitzeugenschaft?"[21] unter anderem in Video-Installationen zu ungeschnittenen (!) Interviews darauf hin, dass die inzwischen zur Sehgewohnheit gewordenen Eindrücke klassischer Zeitzeugen-Erzählungen immer einen bearbeiteten, gelenkten Ausschnitt präsentieren, wir als Betrachtende also mit einer Ebene der "Gemachtheit" konfrontiert sind. So unternimmt die Ausstellung den Versuch, die Frage zu fokussieren, "wie erzählte Erinnerungen artikuliert werden". Insbesondere mit "Blick auf jenen Moment, ab dem die Überlebenden nicht mehr als Korrektiv fungieren werden"[22], schlägt diese Perspektive eine radikale Transparenz im Umgang mit deren nachträglicher erzählerischer Einbettung vor.

Multimedial aufbereitete Erinnerungen bilden - wie das Gedenken am Ort der Mordtaten - in erster Linie einen Verlust ab, deuten darauf, dass ein Augenzeuge, eine Augenzeugin fehlt. Die artifiziellen, holografischen 3D-Zeitzeugnis-Erzählungen, die zuvor in Hunderten von Stunden aufgezeichnet und in der Mensch-Projektion-Gesprächssituation abgerufen werden können,[23] bieten, so steht zu vermuten, eine Vereinnahmung des Einzelschicksals für vordergründig erzieherische Zwecke geradezu an. Aber nichtsdestoweniger warten noch immer einzelne Lebensgeschichten auf eine rekonstruierende (und zugleich taktvoll-tentative) Annäherung, können Ton- und Video-Quellen Auskunft geben auch über Alltägliches: Freundschaften, Feste, Hoffnungen und Wünsche der Verfolgten.[24] Das lokalhistorische "Graben", die akribische Spurensuche in Tagebüchern, Briefen und auch im Gelände erübrigt sich damit jedoch nicht, im Gegenteil: Selbstorganisierte Lernprojekte mit schriftlichen und steinernen Hinterlassenschaften fördern überraschende Ergebnisse zutage und erlauben zugleich eine kritische Reflexion geschichtskultureller Praxen.[25]

Making History - Sichtbarkeit und Beteiligtsein

Mehr als fünfundsiebzig Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz können Teilnehmende an Gedenkstättenfahrten außer einer realgeschichtlichen auch eine grenzüberschreitend-gedächtnisgeschichtliche Perspektive einnehmen. Damit kommen Gesichtspunkte genauer in den Blick, "die sich auf den Umgang mit der Geschichte beziehen und auf Instrumentalisierungen aufmerksam machen."[26] Das vielstimmige Unbehagen an Erinnerungskultur und Gedenkpraxis legt ein Mehr an Sinnbildung statt Vermittlung nahe, nicht zuletzt die Frage nach der Bedeutung des Erinnerns. "Wo Lerngruppen eine Internetseite, eine schriftliche Dokumentation, einen Videofilm oder eine Ausstellung selbst erstellen, sind die Chancen hoch, dass eine intensive Befassung mit Quellen und ihrer Reichweite, mit historischem Argumentieren und insofern auch eine Reflexion über die eigene Mitarbeit an Geschichtsdebatten und - kontroversen zum Zuge kommen."[27]

Zu diesem Beteiligtsein gehört auch, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass jede Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust immer Teil einer elaborierten Praxis und auch durchaus Ergebnis einer geschichtspolitischen Setzung ist bzw. sein kann. Als grundsätzlich "verunsichernde Orte"[28] sind NS-Gedenkstätten darum nicht zuletzt geprägt von einer Vermittlungs- und Kommunikationssituation, die im "Kontext gesellschaftlicher Prozesse der Sinnproduktion"[29] stehen und als solche zu hinterfragen sind.

Wie und wo können wir uns - mit dem reflexiven Bewusstsein für unsere eigene Rolle in einem lebendigen Gedenken - vielleicht daran beteiligen, selten beachtete Aspekte der NS-Verbrechen sichtbar zu machen? Das beträfe dann auch die Geschichte von Menschen der oft als "unsichtbare Opfergruppen" Bezeichneten: Sinti und Roma, in "Heil- und Pflegeanstalten" Ermordete, als homosexuell Verfolgte, Frauen und Mädchen, die der "sexuellen Devianz" bezichtigt und eingesperrt wurden. Erinnerungsstätten für diese Gruppen gibt es; sie werden aber, wie beispielsweise der Gedenkort des ehemaligen Jugend-KZ Uckermark in Brandenburg, vergleichsweise wenig aufgesucht.[30] Dort wären Fragen nach möglichen Gegenwartsbezügen, die wir in den etablierten Gedenkstätten in aufwendigen und guten Workshops oder in intensiven Plenumsrunden an den Abenden besprechen und erarbeiten, vielleicht direkter zu beantworten: aufmerksam zu sein für Strukturen der Ausgrenzung, für Schritte der Stigmatisierung, Diskriminierung und Verfolgung.

Wie weiter?

Den Angeboten der Gedenkstättenpädagoginnen und -pädagogen an den verschiedenen Erinnerungs- und Lernorten wäre zu wünschen, dass ihre Ideen bekannter werden und Projekte an außerschulischen Lernorten mit den nötigen Zeit- und Mittelressourcen ausgestattet sind, sodass die Lerngruppen sie gut vorbereitet wahrnehmen und im Anschluss ebenso gründlich auswerten können. Dabei sind es nicht allein Reisen an ferne Orte, die das Geschichtslernen stärken. Vielmehr kann ein mehrtägiges Seminar durchaus in Kooperation mit einer nahegelegenen Gedenkstätte stattfinden - mit allen Vorteilen, die eine örtliche Anbindung auch für inhaltliche Fragestellungen bereithält; die meisten lokalen oder regionalen Gedenkstätten bieten anspruchsvolle, adressatenbezogene Settings. Es gibt Orte und Ausstellungen zu fast allen Aspekten der NS-Zeit - mit durchweg internationalen Perspektiven.[31]

Wenn wir, um dem viel zitierten "Unbehagen an der Erinnerungskultur" entgegenzuwirken, für eine Neuorientierung plädieren, soll dies den Wert von Exkursionen - unabhängig davon, wie entfernt diese sind - nicht anzweifeln. Es lohnt sich indes, nicht nur angesichts eines Neustarts nach der Pandemie, über Alternativen und methodisch-didaktische Erweiterungen nachzudenken. Auch legen die vielfältigen Herkünfte der Lernenden einen Blick auf deren Verfolgungs- und Familiengeschichten nahe - und auf globalgeschichtliche Vergleiche. Weitere, vielfach transnational ausgerichtete Themen drängen sich auf: Arbeit und Wirtschaft spielten während des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle. Auch der Widerstand, Geschichten von Helfenden, von Retterinnen und Rettern oder von Nutznießern sollten in Konzepte für Gedenkstättenfahrten Eingang finden; an literarischen Zeugnissen mangelt es bekanntlich nicht. Quellen wie Zeugenaussagen in NS-Prozessen, "Wiedergutmachungsakten", private Fotos und vieles mehr stellen in diesem Kontext einen noch zu wenig beachteten Fundus dar. Ein großer Materialreichtum steht über digitale Editionen oder Einzelfunde online zur Verfügung.[32]

Gleichwohl gilt es darüber hinaus, die sich verdichtenden Wissensbestände, aber auch Leerstellen und Unschärfen in den Blick zu nehmen. Ein Großteil der Gedenkstättenfahrten wird der Komplexität des Geschehens wie seiner Rezeption nämlich kaum gerecht. Ebenso wenig finden sich Programmpunkte zu einer kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit der mündlichen Geschichte, ihrer weiter vorn zitierten "Gemachtheit" im Moment des Dialogs. Und bei Begegnungen mit Nachgeborenen oder "Zweitzeugen", insbesondere dann, wenn Erinnerungen in virtuellen Formaten weitergegeben werden, kann nur ein informierter Umgang mit diesen Überlieferungen Wissen, Sensibilität für die Erzählweisen und die kritische Wahrnehmung persönlicher Ergriffenheit von der Begegnung mit der Geschichte eines Zeitzeugnis-Erbes, der aufbewahrten mündlichen Geschichte, unterstützen.

"Normen" für Gedenkstättenfahrten zu fixieren scheint durchaus problematisch. Einige Vorschläge und didaktische "Leitlinien" gibt es gleichwohl.[33] Dazu gehört - entgegen etlicher Statements aus der Politik - die freiwillige Teilnahme. Nur wer ohne Zwang die ehemaligen Lager in Oświęcim oder andere Verbrechensorte besucht, wird offen und aufmerksam sein für Eindrücke und Einsichten, die mit schulischen Lernsituationen wenig zu tun haben. Das dort anzutreffende Spannungsverhältnis zwischen Eingedenken und Bildungsarbeit sträubt sich bekanntlich durchaus gegen vordergründige Zwecksetzungen: Zu Besuchen ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager gehört neben selbsttätiger Aneignung auch die Erkenntnis, an Grenzen des Verstehens gestoßen zu sein.

Es spricht alles dafür, von häufig beschrittenen Wegen abzuweichen und die Fülle der neuen Themen und Zugänge wahrzunehmen. Um Gedenkstättenfahrten im Spannungsverhältnis von erprobter Praxis und dem Versuch einer Erneuerung zu denken, kann am Ende hilfreich sein, sich vor der Auswahl eines Gedenkortes darüber auszutauschen, ob und wie die Aufmerksamkeit für diesen Ort und für die an ihm repräsentierte Geschichte Teil eines vielleicht bereits ritualisierten Erzählens über die Verbrechen des Nationalsozialismus ist. Eine innovative geschichtskulturelle Praxis wird auf diesem Hintergrund immer auch ihre Motive und Zielsetzungen kritisch befragen - am besten im Dialog mit den Schülerinnen und Schülern.

 

Dr. Anke Hoffstadt ist Historikerin und politische Bildnerin, unter anderem mit Schwerpunkten in der praktischen Vermittlungs- wie der Konzeptarbeit zu Fragen der Bildung zur Geschichte von NS-Verfolgung, Widerstand und Tätergeschichte. Sie ist Teil des Arbeitskreis Räume Öffnen, einem Zusammenschluss von in der Gedenkstättenarbeit Tätigen, der Zugänge, Themenumsetzungen und geschichtspolitische Dimensionen der Gedenkstättenarbeit kritisch begleitet und Veränderungen vorschlägt.

Dr. Heidi Behrens war bis 2008 historisch-politische Bildnerin im Team des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW, seither freiberuflich tätig; zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehörten die Bildungsarbeit in Gedenkstätten und an Erinnerungsorten, Oral History und biografische Kommunikation, politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft.

 

[1] Eine Langfassung dieses Beitrags in: Monika Marose, Katja Schütze (Hg.): Unter dem dünnen Firnis der Zivilisation. Erinnerungskulturen im Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen und in der außerschulischen Bildung, Münster/New York 2021, S. 47-88.

[2] Die KZ-Gedenkstätte bzw. das staatliche Museum Auschwitz ist nach wie vor der von Lernenden wie Touristen und Touristinnen meistbesuchte Erinnerungsort.

[3] "Neues Programm ermöglicht über 10 000 Gedenkstättenfahrten für Jugendliche" (Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 29. 1. 2019), verfügbar unter: www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/neues-programm-ermoeglicht-ueber-10-000-gedenkstaettenfahrten-fuer-jugendliche/133246 [29. 10. 2021]. 2020 konnten wegen der Corona-Pandemie jedoch nur 69 Seminare durchgeführt werden, 61 bis März 2020, nur wenige in der kurzen Phase der rückläufigen Infektionszahlen im Spätsommer. 2021 liefen die Gedenkstättenfahrten vorsichtig wieder an; die zentrale Koordinations- und Vergabestelle, das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) Dortmund rechnet mit 80 durchgeführten Fahrten in diesem Jahr. In 2022 wird die Planung deutlich zunehmen, und ausgefallene Seminare sollen nachgeholt werden können. Die Anfragen übersteigen inzwischen bereits das Förderbudget (für die Auskunft sei Emilia Simon und Olga Rensch vom IBB gedankt). Es gibt viele weitere Fördermöglichkeiten - in der Regel orientiert an der Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsenen.

[4] So in den jüngst aufgeflammten Debatten über die Thesen von Per Leo, Tränen ohne Trauer. Nach der Erinnerungskultur, Stuttgart 2021 und Michael Rothberg, Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung, Berlin 2021 (engl. 2009).

[5] Anfangs Volkhard Knigge, "Weinen bildet nicht", in: Der Spiegel vom 23. 12. 1996, S. 161f.; kritisch gegenüber Standard-Fahrten in die Gedenkstätte Buchenwald äußerte sich die Thüringische Landeszentrale für politische Bildung nach der Lektüre von Lehrer:innen- und Schüler:innen-Berichten: Annette Leo/Peter Reif-Spirek, "Es darf sich dort entsprechend der vorhandenen Hinweisschilder frei bewegt werden." In: GedenkstättenRundbrief 87 (1999), S. 12-20; im selben Heft eine Replik von Daniel Gaede, In der Gedenkstätte Buchenwald ist mehr möglich als viele wahrnehmen, S. 21-24.

[6] Vgl. Dana Giesecke, Harald Welzer, Das Menschenmögliche. Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur, Hamburg 2012.

[7] Vgl. Günter Morsch, Wider die Instrumentalisierung der Geschichte. Die neue deutsche Erinnerungspolitik seit 1990, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 9 (2015), S. 111-120.

[8] Vgl. Aleida Assmann, Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention, München (3., erw. Auflg.) 2020, S. 195ff; 142ff.; Max Czollek, Desintegriert Euch! München 2018; weitere Stimmen in der Langfassung dieses Beitrags (Anm. 1), dort S. 53-57.

[9] "Großzügigkeit verlangt nach Mut." Ein Gespräch mit Yishai Sarid über Lehren aus dem Holocaust, in: FAZ vom 28. 12. 2019, S. 18.

[10] Vgl. Felix Hinz, Zuviel Auschwitz verstellt den Blick. Der "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" und der "Generalplan Ost" sind in deutschen Geschichtsbüchern unterrepräsentiert, in: Hannes Liebrandt, Michele Barricelli (Hg.): Aufarbeitung und Demokratie. Perspektiven und Felder der Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur in Deutschland, Frankfurt a.M. 2020, S. 150-169.

[11] Dazu auch Fiona Roll, "Alles wirkt so unwirklich". Konzeption und Rezeption von deutschen Studienfahrten zur Mahn- und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, in: Frank Bajohr, Axel Drecoll, John Lennon (Hg.), Dark Tourism. Reisen zu Stätten von Krieg, Massengewalt und NS-Verfolgung, Berlin 2020, S. 47-65, hier 58ff.

[12] Volkhard Knigge, Zur Zukunft der Erinnerung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 60 (2010), 10-16, S. 10.

[13] "Klein: KZ-Besuch für deutsche Schüler verpflichtend machen", in: Berliner Morgenpost vom 28. 12. 2019.

[14] Vgl. Frank Bajohr, Es mordeten Menschen. Nicht eine Maschinerie, verfügbar unter www.zeit.de/wissen/geschichte/2020-01/holocaust-gedenken-auschwitz-zweiter-weltkrieg-erinnerung-gedenkstaette [29. 10. 2021]; Roll 2020, S. 55 (Anm. 11).

[15] Zur Vergegenwärtigung des touristischen Aspekts Roll 2020, S. 64 (Anm. 11).

[16] Die Authentizitätsverkennung reflektiert Helmut Rook, Der Ort allein wirkt nicht - Erfahrungen aus der Gedenkstättenpraxis, in: Klaus Ahlheim, Pia Bistrich, Bardo Heger, Bettina Metten-Jäckel (Hg.): Gedenkstättenfahrten. Handreichung für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung, Schwalbach/Ts. 2004, S. 110-114; Verena Haug, Am "authentischen" Ort. Paradoxien der Gedenkstättenpädagogik, Berlin 2015; insb. S. 289f.; Michael Sturm, Herausforderungen für die Gedenkstättenpädagogik, in: Vielfalt Mediathek, IDA e.V., verfügbar unter: www.vielfalt-mediathek.de/material/herausforderungen-fuer-die-gedenkstaettenpaedagogik [29. 10. 2021]; Christian Kuchler, Lernort Auschwitz. Geschichte und Rezeption schulischer Gedenkstättenfahrten 1980-2019, Göttingen 2021.

[17] Jan Taubitz, Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft, Göttingen 2016, S. 9ff.; zum "Abschied von der Zeitzeugenschaft" auch Oliver von Wrochem, Die zeitliche Distanz zu den NS-Verbrechen als Herausforderung für die Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus, in: GedenkstättenRundbrief 179 (2015), S. 3-14, hier S. 7.

[18] Heidemarie Uhl, Vom Pathos des Widerstands zur Aura des Authentischen. Die Entdeckung des Zeitzeugen als Epochenschwelle der Erinnerung, in: Martin Sabrow, Norbert Frei (Hg.), Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945, Göttingen 2012, S. 224-256, hier S. 226.

[19] Constanze Jaiser, Zeugenschaft in der Bildungsarbeit, in: Elke Gryglewski, Verena Haug, Gottfried Kößler, Thomas Lutz, Christa Schikorra (Hg.): Gedenkstättenpädagogik. Kontext, Theorie und Praxis der Bildungsarbeit zu NS-Verbrechen, Berlin 2015, S. 221-235, hier S. 221.

[20] Dazu der Schwerpunkt "Zeitzeugen des Holocaust. Videointerviews, Hologramme und historisches Lernen", in: Einsicht 2019, Bulletin des Fritz Bauer Instituts, S. 49-77; kritisch auch Manfred Wittmeier, Revision der Gedenkstättenarbeit? In: Benedikt Widmaier, Gerd Steffens (Hg.): Politische Bildung nach Auschwitz. Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur heute, Schwalbach/Ts. 2015, S. 93-100; anregend Birgit Dorner, Kerstin Engelhardt, Arbeit an Bildern der Erinnerung. Ästhetische Praxis, außerschulische Jugendbildung und Gedenkstättenpädagogik, Stuttgart 2006.

[21] Impressionen der Ausstellung verfügbar unter: www.jm-hohenems.at/static/uploads/2020/03/Zeitzeugenschaft_Impressionen.pdf [29. 10. 2021].

[22] Anika Reichwald, Ende der Zeitzeugenschaft? In. GedenkstättenRundbrief 197 (2020), S. 10-23, Hervorh. durch die Verfasserinnen.

[23] Gesammelt und als Projekt beschrieben auf der Webseite der University of California - "Dimensions in Testimony", verfügbar unter: https://sfi.usc.edu/dit [29. 10. 2021].

[24]

In diesem Sinn Yishai Sarid, Monster, Zürich 2019 (s. a. Anm. 9). - Zu Video- und Tondokumenten in Archiven: sfi.usc.edu/vha, Shoa Foundation der University of Southern California (USC) [29. 10. 2021]; siehe auch die Interviews, die der US-amerikanische Psychologe David P. Boder 1946 mit Überlebenden in Europa führte, verfügbar als Transkripte und Tondokumente in: "Voices of the Holocaust":

http://voices.library.iit.edu [29. 10. 2021] sowie www.ushmm.org/remember/; www.yadvashem.org/archive/about/testimonies.html [20. 10. 2021]; Fortunoff Archive for Holocaust Testimonies an der Yale University: http://fortunoff.library.yale.edu [29. 10. 2021]; European Resistance Archive Reggio Emilia: www.resistance-archive.org/en [29. 10. 2021]; siehe auch das Portal der FU Berlin: "Zeugen der Shoah. Lehren und Lernen mit Video-Interviews": www.zeugendershoah.de [29. 10. 2021].

[25] Beispielhaft zwei Essener Projekte: www.wenn-nur-noch-steine-bleiben.de [29. 10. 2021]; "Schüler erstellen App zu Stolpersteinen in Borbeck", in: WAZ vom 27. 3. 2019.

[26] Astrid Messerschmidt, Erinnern als Kritik. Politische Bildung in Gegenwartsbeziehungen zum Nationalsozialismus, in: Benedikt Widmaier, Gerd Steffens (Hg.), Politische Bildung nach Auschwitz: Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur heute, Schwalbach/Ts. 2015, S. 38-48, hier S. 44, vgl. auch S. 40.

[27] Heidi Behrens, Norbert Reichling, Historisch-politische Bildung: Vom erzieherischen Mahnen zum vielstimmigen europäischen Diskurs, in: Arbeitskreis deutschen Bildungsstätten (Hg.): Werkstatt der Demokratie. 50 Jahre Arbeitskreis deutschen Bildungsstätten. Beiträge zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Essen 2009, S. 139-145, hier S. 144; Heidi Behrens, Sabine Moller, "Opa war kein Nazi" und die Folgen. Zurück an den Anfang der Gedenkstättenpädagogik? in: GedenkstättenRundbrief 121 (2004), S. 18-29, hier S. 24ff.

[28] Konzise so benannt von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Modellprojekt "Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug - Selbstverständnis und Konzeptentwicklung" (2007-2010), siehe den gleichnamigen Band von Barbara Thimm, Gottfried Kößler, Susanne Ulrich (Hg.), Verunsichernde Orte. Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik, Frankfurt a.M. 2010.

[29] Oliver von Wrochem, Geschichtsnarrative und reflexives Geschichtsbewusstsein im Bildungsprozess, in: Barbara Thimm, Gottfried Kößler, Susanne Ulrich 2010 (Anm. 29), S. 59-63, hier S. 62.

[30] Dokumentarisches und darstellendes Material bietet die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V., verfügbar unter: www.gedenkort-kz-uckermark.de [29. 10. 2021], dort auch Berichte über seit Mitte der 1990er-Jahre angebotene Bau- und Begegnungscamps, die einen gleichermaßen gestaltenden, handwerklichen, forschenden und erinnerungskulturellen Ansatz praktizieren.

[31] Siehe für NRW die Seite der im AK der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte zusammengeschlossenen Einrichtungen: www.ns-gedenkstaetten.de/nrw.html [29. 10. 2021].

[32] "Die Quellen sprechen", Webseite zur Edition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (VEJ), verfügbar unter: https://die-quellen-sprechen.de/dokumente.html; Podcast des Bayerischen Rundfunks, verfügbar unter www.br.de/mediathek/podcast/die-quellen-sprechen/809 [29. 10. 2021] sowie Millionen Dokumente und didaktische Materialien in den Arolsen Archives: https://arolsen-archives.org/[20. 10. 2021].

[33] Etwa die vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) u.a. formulierten didaktischen Leitlinien in: "Jugend erinnert" (2018): https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/11/Programmvorschlag-Jugend-erinnert_w.pdf [29. 10. 2021]; siehe auch Kuchler 2021, S. 237ff. (Anm. 16).

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