SFZ Förderzentrum gGmbH Chemnitz
Die SFZ Förderzentrum gGmbH ist Teil des Rehabilitationszentrums für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz mit Sitz auf dem Gelände der 1905 gegründeten „KöniglichSächsischen Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige“.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden aus der Landesanstalt ChemnitzAltendorf nachweislich mehr als 200 Menschen, zumeist Kinder, über Zwischenstopps nach Pirna- Sonnenstein gebracht, wo sie den Krankenmorden der „Aktion T4“ zum Opfer fielen.
Um an die NS-Krankenmorde zu erinnern, haben zwei Künstler aus Ravensburg (H. Hoheisel & A. Knitz) zwei der grauen Busse nachgebildet, mit denen die Menschen im Rahmen der „Aktion T4“ in die Tötungsanstalten gebracht wurden. Einer der beiden Busse ist ein mobiles Denkmal und reist quer durch Deutschland an die Orte, die mit den NSKrankenmorden in Verbindung stehen. Der mobile Bus steht im Jahr 2025 vor unserer Einrichtung und leistet damit einen erinnerungskulturellen Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr der Stadt Chemnitz.
Begleitend gibt es Schülerprojekte. Schulklassen und Ausbildungsgruppen setzen sich genauer mit dem Thema der NS-Krankenmorde auseinander. Sie lernen sowohl unsere Einrichtungsgeschichte als auch die Bedeutung des Denkmals der Grauen Busse kennen. Anschließend werden sie künstlerisch aktiv. Sie zeigen uns, mit welchen kreativen Ansätzen die Jugend Erinnerungskultur zukünftig gestalten möchte.