"Auch in Deutschland waren wir nicht mehr wirklich zu Hause" - Die Remigration vertriebener Juden nach Deutschland (Tagung)

Eine
5. September 2006

Projektbeschreibung:

Erst die Rückkehr habe das eigentliche Erlebnis der Heimatlosigkeit ausgelöst, hat Carl Zuckmayer in seiner Autobiographie erklärt und damit eine Erfahrung formuliert, die viele jüdische Remigranten nach 1945 in den beiden deutschen Staaten machen mussten..Nach Tagungen über die Rolle von Remigranten beim Aufbau des parlamentarischen Systems , des Presse- und Medienwesens und des kulturellen Lebens gilt die diesjährige Tagung der Herbert – und Elsbeth- Weichmann Stiftung der spezifischen Problematik geflüchteter,.vertriebener und überlebender Juden in beiden Teilen Deutschlands. Dabei sollen die Empfindungen und Erfahrungen zurückgekehrter Juden und die z .T. fortdauernden Ressentiments in der Öffentlichkeit ebenso zur Sprache kommen wie die Rolle einzelner jüdischer Remigranten in Wissenschaft und Kultur. Von aggressiver Ignoranz bis zum forcierten Versöhnungsbedürfnis, vom Normalitätspostulat bis zum neuen Antisemitismus reicht das Spektrum auf Seiten der Mehrheitsgesellschaften; von der Selbstverleugnung bis zur neuen Debatte um jüdische Identität spannt sich der Bogen auf jüdischer Seite..__________________________________________________________________..Donnerstag, 23.11.2006..13.30..Paul Busse, Vorstandsvorsitzender der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung:.Grußworte..14.00.Irmela von der Lühe/Axel Schildt:.Einführung..14.30.Sektion I:.Probleme der Rückkehr (Moderation: Axel Schildt)..Werner Bergmann:.„Wir haben Sie nicht gerufen.“.Reaktionen auf jüdische Remigranten in der westdeutschen Bevölkerung und Öffentlichkeit..Andrea Sinn:.Rückkehr als Heimkehr? Das Schicksal des „kleinen Remigranten“ Hans Lamm..16.00.Kaffeepause..16.30.Fortsetzung Sektion I..Kirsten Heinsohn: Erfahrungen, Erwartungen, Identitäten. Geschlechterhistorische Überlegungen zum Thema der Remigration deutscher Juden..Christiane Berth:.„Aber das Hamburg ist nicht mehr da, an das man denkt“ – Remigration und Rückkehrüberlegungen von Kindertransport-Teilnehmern..18.00.Ende Sektion I..Abendessen, anschließend Präsentation der Ergebnisse des Schülerwettbewerbs zum Thema „Exil“.__..Freitag, 24.11.2006..9.30.Sektion II: Wissenschaftsremigration.(Moderation: Stefanie Schüler-Springorum)..Michael Brenner:.Die Rückkehr jüdischer Historiker nach Deutschland..Mario Kessler:.Politische Wissenschaft zwischen Amerika und Nachkriegsdeutschland: Der Beitrag Ossip K. Flechtheims..Carola Dietze:.„Gewisse Stille“ und „asymmetrische Diskretion“? Die Erfahrungen Helmuth Plessners an deutschen Universitäten in der Nachkriegszeit..12.00.Mittagspause..14.00.Sektion III: Remigration in den Künsten (Moderation: Georg Bollenbeck)..Marita Krauss:.Theaterremigration – das Beispiel der Münchner Kammerspiele..Frank Stern:.„...da haben Sie nichts versäumt.“ Jüdische Filmschaffende in Deutschland nach 1945..15.15.Kaffeepause..15.45.Fortsetzung Sektion III..Claus-Dieter Krohn:.Arnold Schönbergs Oper „Moses und Aron“ im Nachkriegsdeutschland..17.00.Ende Sektion III..19.00.Lesung mit Doron Rabinovici (Moderation: Irmela von der Lühe).__..Samstag, 25.11.2006..9.30.Sektion IV: Jüdische Remigration und Nach-Exil in der deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur (Moderation: Irmela von der Lühe)..Vivian Liska:.Vom imaginären zum metaphorischen Juden. Literarische Entwicklungen im jüdischen Selbstverständnis der Nachgeborenen..Katalin Madácsi:.Zwischen universaler Deutung und jüdischer Identität. Imre Kertész in deutschen und ungarischen Auschwitz-Diskursen..Margret Karsch:.Die Darstellung der jüdischen Remigration in Hilde Domins Roman „Das zweite Paradies“..12.0.Ende der Tagung.__..Datum, Ort: 23.11.2006-25.11.2006, KörberForum, 20457 Hamburg, Kehrwieder 12

Kontakt

Herbert und Elsbeth Weichmann Stiftung

Kehrwieder 12

20457 Hamburg

Homepage: www.weichmann-stiftung.de