Erasmus+ Jugend

JUGEND für Europa
29. Januar 2026

Digitaler Wandel

Im Einklang mit den strategischen Prioritäten des Digital Education Action Plan (2021-2027) und den beiden im November 2023 angenommenen Empfehlungen des Rates zu digitalen Kompetenzen und digitaler Bildung zielt das Programm Erasmus+ Jugend darauf ab, Fachkräfte der Jugendarbeit, junge Menschen und Organisationen auf dem Weg zum digitalen Wandel zu unterstützen.

Kritische Medienkompetenz fördern, um die Verbreitung von Fake News vorzubeugen

In Projekten der internationalen Jugendarbeit können unterschiedliche Dimensionen adressiert und integriert werden:

  1. Der digitale Wandel und damit einhergehende Fragestellungen können als Thema bzw. als Inhalte behandelt werden. Hierzu gehört vorrangig der Bereich der digitalen Kompetenzen, aber auch spezifische Inhalte wie z.B. soziales Miteinander im Netz, Einfluss von digitalen Medien auf die mentale Gesundheit von jungen Menschen, zielgruppengerechte digitale Angebote für junge Menschen, Künstliche Intelligenz, Datenschutz etc.
  2. Digitale Tools und Methoden können sowohl in Präsenz- als auch in digitalen Aktivitäten eingesetzt werden. In diesem Kontext beliebt sind z.B. Tools zur Abstimmung, zur Evaluation oder zum gemeinsamen Brainstorming, Quizes, Schnitzeljagden, Foto- und Videoformate usw.
  3. Digitale Aktivitäten können in Projekte eingebunden werden, entweder als rein virtuelle Aktivitäten oder als sogenannte “blended mobilities” (mehr dazu weiter unten im Text).

Förderung digitaler Kompetenzen und Kapazitätsaufbau

Erasmus+ Jugend zielt vor allem auf die Förderung digitaler Fähigkeiten und Kompetenzen von Fachkräften und jungen Menschen. Sie sollen dabei unterstützt werden, in zunehmend digitalisierten Gesellschaften zu lernen, zu arbeiten, ihre Rechte wahrzunehmen, sich zu informieren, auf Online-Dienste zuzugreifen, zu kommunizieren, kritisch mit digitalen Bildungsinhalten umzugehen, selbst solche Inhalte zu schaffen und sie zu verbreiten.

Ein starker Fokus liegt dabei auf der kritischen Medienkompetenz, d.h. der Fähigkeit Informationen kritisch bewerten und bearbeiten zu können und damit “Fake News” und Desinformation im Internet entgegenzuwirken. Hierbei ist eine klare Verbindung zum vierten EU-Jugendziel “Information und konstruktiver Dialog” erkennbar, was zeigt, dass der Bedarf zu diesem Thema zu arbeiten nicht nur von Fachkräften, Bildungseinrichtungen o.ä. wahrgenommen wird, sondern auch ein deutliches Anliegen junger Menschen ist.

Insbesondere das Format der Jugendpartizipationsprojekte setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf dieses Thema. Des Weiteren sollen im Rahmen von Jugendpartizipationsprojekten verstärkt digitale Instrumente und Methoden genutzt und alternative, innovative Formate erschlossen werden, um jungen Menschen Wege zur aktiven Beteiligung zu eröffnen. Dazu eignen sich z.B. Formate wie Web-Seminare, Hackathons, verschiedene E-Partizipations-Tools etc.

Weitere Informationen hierzu finden Sie u.a. hier:

Auf der Ebene von Organisationen möchte das Programm den Kapazitätsaufbau im Bereich digitale Jugendarbeit und den internationalen Austausch darüber fördern. Zu den konkreten Zielen gehören dabei u.a. die Entwicklung von digitaler Pädagogik, die Bereitstellung barrierefreier Technologien sowie die Schaffung und zielgruppengerechte Nutzung digitaler Bildungsinhalte und -materialien (z.B. OER).

Dezentrale Antragstellung 2026

Dies sind 2026 die dezentralen Antragsfristen für Projekte, die bei JUGEND für Europa beantragt werden.

Leitaktion 1

In Erasmus+ Jugend gibt es zwei Wege, um Projekte in der Leitaktion 1 zu beantragen: Die Akkreditierung und das Einzelantragsverfahren. Aktuell schließt die Akkreditierung die Formate "Jugendbegegnung“ und "Mobilitätsprojekte für Fachkräfte der Jugendarbeit“ ein. In diesen Formaten können nach einer Akkreditierung keine Einzelanträge mehr gestellt werden.

Einzelantragsverfahren

Für Jugendbegegnungen, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte, Jugendpartizipationsprojekte sowie für DiscoverEU Inklusion sind zwei Antragstermine vorgesehen:

  • 12. Februar 2026, 12:00 Uhr für Projektbeginn zwischen dem 01.06. und dem 31.12.2026. Bei Aktivitäten in  DiscoverEU Inklusion liegt der Projektbeginn zwischen dem 1. Juli desselben Jahres und dem 31. März 2027.
  • 01. Oktober 2026, 12:00 Uhr für Projektbeginn zwischen dem 01.01. und dem 31.05.2027. Bei Aktivitäten in  DiscoverEU Inklusion liegt der Projektbeginn zwischen dem 01.03. und dem 31.08.2027.

Akkreditierungsverfahren

In diesem Verfahren beantragen Träger einmalig eine Akkreditierung, die für die gesamte Programmlaufzeit bis 2027 Gültigkeit hat. Anschließend können sie einmal jährlich wesentlich vereinfacht über einen Budgetantrag Mittel für ihre Projekte beantragen.

Die Anträge können bis zum 29. September 2026 (12:00 Uhr) übermittelt werden.

Leitaktion 2

In der Leitaktion 2 endet die Antragsfrist am

  • 05. März 2026, 12:00 Uhr für Projektbeginn zwischen dem 01.09. und dem 31.12.2026

Für Small-scale Partnerships ist eine zusätzliche Antragsrunde vorgesehen. Sie endet am

  • 01. Oktober2026, 12:00 Uhr für Projektbeginn zwischen dem 01.01. und dem 31.08.2027.

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