Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Polen (Seminar)

Bildungswerk der Humanistischen Union
18. September 2006

Projektbeschreibung:

Polen ist in erinnerungskultureller und geschichtspolitischer Sicht der wichtigste Nachbar Deutschlands. Schmerzlich empfunden wurde in den letzten Jahren die Diskussion über Jedwabne und das Verhältnis zur jüdischen Bevölkerung vor 1945. Die Anstrengungen um eine angemessene Betrachtung und Erinnerung der Phase kommunistischer Herrschaft in Polen sind ebenfalls ein wichtiges Thema. Neue Institutionen wie das Institut für das nationale Gedenken (IPN) und das Museum des Warschauer Aufstandes zeigen Verschiebungen und Neuakzentuierungen in den hegemonialen Narrativen über das 20 Jahrhundert an, die aus deutscher Sicht rezipiert und diskutiert werden sollten. Das geht am besten durch einen Besuch in Warschau, den Besuch einschlägiger Gedenkstätten, Museen und Aufarbeitungsinstitutionen sowie Gespräche mit den Historikern, Pädagogen und Publizisten...Leitung: Astrid Wolters, Dr. Paul Ciupke.(in Verbindung mit dem Arbeitskreis der der NS-Gedenkstätten NRW und mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW).WS 35._________________________________________________________________________________________..- Sonntag, 8. 10. 2006..bis 18.30 Uhr Anreise..19.00 Uhr Abendessen..20.00 – 21.30 Uhr.Vorstellungsrunde, Programmdiskussion (im Hotel)..- Montag, 9. 10...9.30 – 11.30 Uhr.Besuch des Deutschen Historischen Instituts, Gespräch mit Dr. Andreas Kossert und weiteren MitarbeiterInnen des Instituts..11.30 – 13.00 Uhr.Zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation in Polen – ein Gespräch mit Peter Hengstenberg (Friedrich-Ebert-Stiftung Warschau)..14.30 - 17.00 Uhr.Historische Stadtrundfahrt Warschau..- Dienstag, 10. 10...9.00 - 13.00 Uhr.Besuch des Jüdisch-Historischen Instituts, Gespräch mit Prof. Dr. Feliks Tych, Rundgang durch das Viertel des ehemaligen Warschauer Ghettos..15.00 - 17.30 Uhr.Gespräch mit Prof. Dr. Thomasz Szarota (Polnische Akademie der Wissenschaften) über konkurrierende Geschichtsbilder und Deutungen des 20. Jahrhunderts in Polen (angefragt)..- Mittwoch, 11. 10...8.30 Uhr.Abfahrt zur Gedenkstätte Treblinka..10.00 - 13.00 Uhr.Besuch der Gedenkstätte, des Friedhofs und der Ausstellung, mit Herrn Kopówka (Mitarbeiter der Gedenkstätte)..16.00 - 17.30 Uhr.Gespräch mit Anna Bikont (Journalistin): Das polnisch-jüdische Verhältnis am Beispiel der Jedwabne-Diskussion..- Donnerstag, 12. 10...9.30 – 12.30 Uhr.Besuch des IPN (Institut für das nationale Gedenken), Gespräch über Struktur, Aufgaben und Erfolge mit Prof. Kulesza und Mitarbeitern der Bildungsabteilung des Instituts..15.00 - 17.00 Uhr.Besuch des Museums des Warschauer Aufstands - anschl. evtl. Gespräch mit pädagogischen Mitarbeitern der Einrichtung..17.30 – 18.30 Uhr.Besuch des Powanzki-Friedhofs..- Freitag, 13. 10...9.30 – 13.00 Uhr.Gespräche in der freien Aufarbeitungsinitiative KARTA im Haus der Begegnungen mit der Geschichte, Besuch der Ausstellung „Europa im 20. Jahrhundert: Gesichter des Totalitarismus“..15.00 – 16.30 Uhr.N.N. Gespräch über die deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert aus regionaler und kultureller Perspektive..16.30 – 18.00.Schlussdiskussion..- Samstag, 14.10...9.00 Uhr Abreise..(Änderungen und Erweiterungen des Programms bleiben vorbehalten.).__..Leitung:.Astrid Wolters, Dr. Paul Ciupke..Kosten:.300 Euro (Übern. DZ, Frühstück im Mittelklassehotel zentral gelegen, 4 Abendessen, Exkursionskosten und Eintritte),.EZ-Zuschlag: 150 Euro, Anreise individuell, rechtzeitige Buchung eines Billigflugs wird empfohlen

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