Jahresbericht 2024 der Berliner Register

Berliner Register
27. November 2025

Die Berliner Register erfassen seit vielen Jahren menschenfeindliche, diskriminierende und extrem rechte Vorfälle. Für das Jahr 2024 liegt mit über 7.700 Meldungen die bisher höchste Zahl vor. Doch Daten allein erzählen noch keine Geschichte: 

Jede Meldung ist Ausdruck einer Erfahrung, einer Beobachtung oder eines Moments, in dem Menschen mit Hass, Ausgrenzung oder Gewalt konfrontiert wurden. Deshalb müssen Zahlen immer gelesen, eingeordnet und in den Kontext gestellt werden. 

Sie sind dort besonders hoch, wo tatsächlich viel passiert – und dort, wo Menschen hinschauen und sich an die Registerstellen und ihre Netzwerkpartner*innen wenden. Mitunter machen sie auch Leerstellen sichtbar, wenn in Gesprächen deutlich wird, wie viele Vorfälle ungemeldet bleiben. 

Damit spiegeln die Zahlen nicht nur Vorfälle, sondern auch die Stärke und Reichweite der Netzwerke, die Stimmen der Melder*innen und die gesellschaftlichen Entwicklungen, die diese Realität prägen wider.

Auch im Jahr 2024 zeigte sich Berlin als Schnittstelle zwischen lokalen und bundesweiten Dynamiken, geprägt von rassistischen Trends, einer vernetzten extrem rechten Jugendkultur und Bedrohungen für queere, linke und migrantisierte Menschen.

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